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Fashion | 01.03.2022

Trend 2022 - Subtile Sexyness

Voller Freude, „dass wir wieder reisen dürfen!“, und voll motiviert, startet Doris Rose, Head of Design bei Jones, in das neue Fashion-Jahr. Der Talk über Trends, Kundinnen und Lieblingsteile. Und die Wunderhose „Benedikt“.

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© beigestellt

Als österreichisches Familienunternehmen ist Jones ein fixer und wichtiger Indikator der heimischen Modeszene. Doris Rose, Miteigentümerin und Head of Design, über die neu erwachte Lust auf Mode.

look!: Doris, deiner Beobachtung nach: Haben die Kundinnen 2022 wieder Lust auf Shopping und neue Mode?

Doris Rose: Ja, unbedingt, denn die Lust auf neue Trends und vor allem neue Garderobe steckt ja in jedem Menschen. Ich schließe da die Männer nicht aus, das weiß ich aus der Erfahrung von fast 30 Ehejahren: Mein Mann kann schwer an seinen Lieblingsstores vorbeigehen.

Und zum Glück haben wir tolle Kundinnen, die unsere Mode lieben und sich gerne etwas Neues gönnen, das bleibt 2022 mit Sicherheit gültig.

Was bringt uns das Jahr an neuen Trends? Und was hat sich Jones bzw. du dir als Chefdesignerin für die Kundinnen einfallen lassen?

Der Trend zur Bequemlichkeit bleibt natürlich bestehen, daran haben wir uns gewöhnt, das wollen wir nicht mehr missen. Jedoch sehe ich deutlich, dass es wieder einen Hauch femininer wird. Wir wollen auch wieder mehr Figur zeigen, die „subtile Sexyness“ ist als Trend von sämtlichen Designern vorgegeben worden, für die neue Jones-Kollektion heißt das: Die Linien werden wieder etwas körperbetonender, Taille wird wichtig.

Und ebenso liegt der modische Fokus auf der neuen Lust auf Farbe. Kräftige Pink- und Rottöne, Blau und Grün in all ihren Facetten, das will die Jones-Frau im Spring 2022.

Mit der Hose „Benedikt“ ist dir ein Klassiker gelungen, der seit einigen Saisonen nicht mehr aus euren Kollektionen wegzudenken ist. Was kann „Benedikt“, was andere Hosen nicht können?

Alle Frauen lieben „Benedikt“! Sie, bei uns ist es nämlich „die Benedikt“, ist einfach DIE perfekte Hose für die sportliche Frau, für die lässige Frau, für die coole Frau und eben auch für die elegante Frau. Die „Benedikt“-Hose ist eine Symbiose aus Joggingpants, Leggings und angezogener Hose und ich denke, dass genau DAS ihr Geheimnis ist: Sie passt in jedes Thema und Genre hinein. Die „Benedikt“ heißt bei uns intern auch „Wunderhose“, kennt und trägt man sie einmal, will man sie in vielen weiteren Farben.

 

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MORGENFLUG. Doris Rose, in Hose „Benedikt“, in typischer Reisehaltung. © privat

Du selbst verkörperst Jones perfekt, stehst als Miteigentümerin auch als Jones-Model vor der Kamera. Ist das mehr Spaß oder mehr Verpflichtung für dich?

Begonnen hat das Ganze als Spaß und bei meiner eigenen Freude an meinen Modellen und irgendwann kam die Idee, unsere Mode nicht nur an Models, sondern auch an typischen Jones-Frauen zu präsentieren, und da kam mein Auftritt als Jones-Testimonial. Das war ca. 2006 und über viele Jahrehaben wir das Konzept weitergetragen, Freundinnen, Kundinnen, Mitarbeiterinnen vor den Vorhang geholt, ich bin immer geblieben. Das macht mich schon sehr stolz und ich würde doch von Spaß sprechen und nicht von Verpflichtung.

Wie würdest du die typische Jones-Kundin beschreiben? Und wie tauschst du dich mit deinen Kundinnen aus?

Meine Kundinnen sind coole, aufgeschlossene, starke und lässige Persönlichkeiten. Ich bin über E-Mail, Facebook oder Instagram immer erreichbar für sämtliche Anliegen, Probleme, Ärgernisse, aber es kommt auch extrem viel Lob, das tut gut. Für mich ist dieser persönliche Kontakt sehr wichtig, denn genau das hebt uns ab von anonymen Konzernen, wo es weder Ansprechpartner noch Gesicht hinter der Marke gibt.

Du hast das Privileg, dich jederzeit umziehen zu können, da du ja an der Quelle sitzt. Was ist dein Lieblings-Stil, wenn du im Büro bist?

Oh, das ist eine sehr leichte Frage: schwarze enge Hose, weiße Bluse und Blazer. Im Winter variiere ich mit Pulli, mit oder ohne Blazer. Schwarz und Weiß lenken am wenigsten ab von den Modellen, die ich bearbeite, das ist mein Daily Workstyle. Ich würde sagen, dass ich den French Look immer wieder für mich finde, und ich kann persönlich gar nichts mit den weiten, losen Hosen oder Mom-Jeans anfangen. Die Erfahrung mit Mode hat mir ein für alle Mal gezeigt, dass es zwar Trends und Looks gibt, die vielen Frauen passen, in denen ich mich aber nicht finde und wohlfühle. Und ich bin der Meinung, dass wir an einem Punkt angelangt sind, wo wir modisch keine Kompromisse mehr eingehen sollten, einzig und allein das Wohlfühlen und die Bequemlichkeit zählen. Das hat uns nicht zuletzt die Pandemie gelehrt.

Welche drei Jones-Teile sind deine besondere Empfehlung für Frühjahr 2022?

Jeans, Jeansjacke und Sneakers mit dem coolen One-Line-Drawing-Print, den meine Tochter Olivia für Jones gezeichnet hat. Und natürlich die Hose „Benedikt“ in den neuen Spring-Farben.

Deine persönliche Leidenschaft ist unter anderem das Reisen: Was trägst du im Flugzeug und welche Teile hast du bei Business-Trips in deinem Handkoffer?

Im Flugzeug trage ich nur Wohlfühlkleidung, jedoch immer in Kombination mit einem Blazer, man weiß ja nie, wen man am Flughafen bzw. im Flugzeug so trifft. Bei Morgenflügen bin ich ohne Make-up und mit Brille unterwegs, weil ich sofort zusätzlich zur FFP2-Maske meine Schlafbrille aufsetze – und während der Landung setze ich dann immer die Kontaktlinsen ein. Ein heikler Zeitpunkt, aber das lenkt mich auch von meiner kleinen Flugangst ab.

Was habe ich im Flugzeug immer mit: Zeitschriften, meinen Laptop, meine Schlafmaske, meine Psychopax-Notfallstropfen für Turbulenzen und natürlich meinen GreenPass. :-)

Was wird dein persönliches Highlight 2022 – oder die Highlights?

Ich habe am 31. 12. 2021, in Matera bei Apulien sitzend, zu meinen Freunden gesagt: 2022 wird MEIN Jahr! So fühle ich es und mit diesem Gefühl bin ich in den Jänner gestartet. Ich glaube, wenn man positiv ist, gibt einem das Leben viel Gutes zurück.

Mein persönliches Highlight, das aber auch beruflich ist: die Zusammenarbeit mit meiner Tochter, ich freue mich schon so auf April, wenn wir mit den „Olivia x Jones“-Modellen in den Verkauf gehen.