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Fashion | 06.07.2022

„Wie neu, nur besser“ – das Wiener Startup refurbed goes fashion

Nach dem Erfolg mit generalüberholten (refurbished) Elektrogeräten, folgt nun der Eintritt in die Modebranche mit refurbed Fashion. Das Motto des Wiener Startups: „refurbed. Wie neu, nur besser“. Allein in den letzten fünf Jahren konnten durch das Kreislaufmodell der Refurbed GmbH 48 Millionen kg CO2 und 280.000 kg elektronischer Müll eingespart werden. Dieses Engagement soll mit dem neuen Projekt gegen Fast Fashion weiterverfolgt werden. Die Refurbed GmbH erhielt dafür eine TRIGOS-Auszeichnung (Österreichs renommierteste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften) in der Kategorie „Social Innovation & Future Challenges“. look! hat mit refurbed-Founder Kilian Kaminski über den Eintritt in die Modebranche gesprochen.

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Das refurbed-Gründertrio (v.l.): Kilian Kaminski, Jürgen Riedl und Peter Windischhofer freuen sich über die TRIGOS 2022 Auszeichung. © refurbed
look!: Es gibt verschiedene Plattformen im deutschsprachigen Raum, auf denen gebrauchte Ware verkauft wird. Was unterscheidet Refurbed in 3 Worten vom Mitbewerb?  
Kilian Kaminski: Qualität, Nachhaltigkeit, Refurbished - nicht gebraucht!  
 
Warum ist nachhaltiges Handeln so wichtig für euch? 

Bereits vor der Gründung von refurbed lag Nachhaltigkeit uns Gründern am Herzen. Wir sind aus einer Mission entstanden: E-Waste zu reduzieren, und den Konsum in der Welt – anfangs nur in der Elektrobranche, mittlerweile aber auch in der Mode, nachhaltiger zu gestalten. Teil davon ist, die Wirtschaft zirkulärer zu gestalten, und KonsumentInnen nicht nur Wissen, aber auch Möglichkeiten zu geben, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Daher sind wir auch aktiv in der Politik: Wir denken, dass wir nur gemeinsam eine langfristige, nachhaltige Veränderung kreieren können. Zusammen mit KonsumentInnen, Wirtschaft und Politik.  
 
Refurbed ist jetzt neben iPhone & Co. auch Fashion. Was bedeutet für euch diese Geschäftserweiterung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens. Warum genau Mode? 

Die Modeindustrie gehört bekannterweise zu den größten Umweltsündern, weswegen wir auch hier unseren Beitrag leisten möchten. Es gibt viele großartige und innovative Labels, die bereits nachhaltige Produkte anbieten, allerdings sind diese oft schwer zu finden und viele Greenwashing-Skandale haben KonsumentInnen misstrauisch gemacht. Unser Ruf für die hohen Qualitätsstandards der Produkte, die auf unserem Marktplatz zu finden sind, als auch die Nachhaltigkeit, die wir mit unserem Geschäftsmodell bieten, hat uns bisher viele zufriedene KundInnen gebracht. Nun wollen wir für die Fashion Kategorie das Gleiche tun: KundInnen einen One-Stop Shop bieten, an dem sie nachhaltige Alternativen finden , bei dem sie wissen, dass die Produkte höchste Qualität haben als auch nachhaltig sind.  
 
Gibt es abseits dieser zwei Bereiche weitere Pläne? 

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Bereichen, in denen wir den größtmöglichen nachhaltigen Impact haben können. Als Multicategory Plattform nehmen wir uns verschiedene Bereiche vor, in denen wir ähnliche nachhaltige Standards etablieren wollen wie in der Elektronik und Mode. Neben der Etablierung von refurbed Fashion sind wir aber auch weiterhin mit der Expansion in Europa beschäftigt, und haben erst vor Kurzen in Schweden, Dänemark und den Niederlanden gelauncht. 
 
Ihr wurdet in der Kategorie SOCIAL INNOVATION & FUTURE CHALLENGES mit dem TRIGOS 2022 ausgezeichnet. Was bedeutet die Auszeichung für euch?
Wir freuen uns unheimlich über die Auszeichung und fühlen uns geehrt neben so tollen KandidatInnen nominiert gewesen zu sein. Eine Anerkennung unserer Arbeit und unseres Businessmodells sagt uns, dass wir etwas richtig machen – und das macht uns sehr stolz. Die Auszeichung haben wir natürlich mit dem gesamten refurbed Team groß gefeiert!