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Lifestyle | 03.04.2019

Ganz natürlich – und das von Kopf bis Fuß

Wohltuendes und Gesundmachendes kann erst dann seine Wirkung voll entfalten, wenn es ganzheitlich Anwendung findet.

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Abbildung 1: Kräutertee kann auf vielerlei Wegen eine wohltuende Wirkung haben. Je nachdem welche Kräuter sich darin befinden, kann die Mischung der Stärkung des Immunsystems dienen oder den Magen-/Darmtrakt stabilisieren. Pixabay: Abbildung 1: pixabay.com © Natalie_Corot (CC0 Public Domain)

Wer sich also um eine ganzheitlich gesunde und ausgewogene Ernährung bemüht, der wird langfristig fitter und gesünder. Wer hingegen jeden Tag mit einer Müslischüssel voller Superfoods beginnt und den Rest des Tages Fast Food konsumiert, wird nur wenig der Power spüren, die Superfoods im besten Fall mit sich bringen können. Worauf das Gesamtkonzept fußt, das ganz individuell ausgewählt werden sollte, obliegt jedem selbst. Unter dem Label des Tiroler Kräuterhofs verbirgt sich beispielsweise eine Lebenseinstellung, die durch und durch auf natürlichen Produkten begründet ist. Welche Produkte sich im Einzelnen dahinter verbergen, verrät dieser Ratgeber.

Aus dem Regal der Nahrungsergänzungsmittel

Auch wenn der Hinweis „Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene, gesunde Ernährung nicht aufwiegen“ traditionell auf jedem Produkt dieser Kategorie zu finden ist, so scheint eben dieser Hinweis nur bei den wenigsten Konsumenten anzukommen. Dabei sollten Nahrungsergänzungsmittel vornehmlich so verstanden werden, dass sie ein gesundes Plus liefern, um den Körper für die gesteigerten Ansprüche in der Gesellschaft und in der Umwelt besser auszustatten als bisher. 

Im Kräuterregal zu finden, ist in diesem Zusammenhang ein Alpensud nach keltischer Tradition. Wurzeln, Rinden und Kräuter stellen die Mischung dar, die die körpereigene Abwehr stärken soll. Ebenfalls zur Unterstützung der ureigenen Kräfte dient das Bitterpulver, das für eine gesunde Basis im Körper (= für einen gesunden Magen-/Darmtrakt) sorgt, den Stoffwechsel antreibt und so einen Beitrag zur Unterstützung des Immunsystems leistet. Großer Beliebtheit erfreuen sich aktuell diese spannend klingenden Teesorten: Matcha-Tee, Oolong-Tee, Weißer Tee, Bancha-Tee und Pu-Erh-Tee. Auch wenn sie in ihrer Detailwirkung durchaus voneinander abweichen, so haben sie doch alle ähnliche Ziele: Wer diese Teesorten konsumiert, soll sich anschließend jünger und belebter fühlen, tut Zähnen, Haut und Blutgefäßen etwas Gutes, stärkt das Immunsystem und wirkt sich positiv lindernd auf etwaige Entzündungsherde im Körper aus. Auch mit dem Ziel der Entsäuerung sowie um die Fettverbrennung zu unterstützen, sind diese Teesorten dienlich.

Für das gesunde Plus sorgen zudem Superfoods wie Chia-Samen und Baobab, Gerstengras, Goji-Beeren, Hagebutte, Hanfsamen, Kurkuma und Lupinen. Aufbereitet in Pulverform können die Superfoods ihre wohltuende Wirkung in Joghurt, Smoothies und Shakes ebenso entfalten wie in Teeform. Wen ein bestimmtes Wehwechen plagt oder wer eine bestimmte Beschwerde mit natürlichen Mitteln wieder austarieren möchte, dem sei ein Blick ins Heilpflanzenlexikon empfohlen. Hier können die Wirkweisen von mehr oder weniger bekannten Kräutern nachgelesen werden – von A wie Apothekerklee bis Z wie Zistrose.

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Abbildung 2: Vor allem in der Küche ist eine große Vielfalt an Ölen eingezogen. Einige Sorten eignen sich für die kalte Küche, andere auch zum Braten oder Backen. Pixabay: RitaE (CC0 Public Domain)

Aus dem Regal der Öle

Die Vielfalt an Ölen ist in den letzten Jahren rapide angestiegen – und zwar in mehreren Funktionsbereichen. In der Küche streiten sich die Öle darum, wer denn nun das „beste“ Speiseöl ist. Eine Antwort auf diese Frage kann jedoch nicht ein-eindeutig ausfallen, denn für kalte und warme Speisen sollte zu jeweils unterschiedlichen Ölen gegriffen werden. Ein Beispiel: Arganöl ist mit einem Rauchpunkt bei 250 Grad Celsius gut zum Braten geeignet; natives Rapsöl hingegen eignet sich besser für kalte Speisen und Dressings. Der Rauchpunkt dieses Öls liegt bei 160 Grad Celsius.

Die EatSmarter-Redaktion hat das Kokosöl zum gesündesten Speiseöl gekürt. Der Grund: Es besteht zu einem Großteil aus gesättigten Fettsäuren, die vor Herzerkrankungen schützen sollen, den krankmachenden Cholesterinspiegel senken und das wichtige HDL-Cholesterin erhöhen. Erdnussöl, Traubenkernöl, Olivenöl und Rapsöl landen in diesem Ranking dahinter.

Verschiedene Ölsorten müssen allerdings nicht nur in der Küche vorrätig sein, sondern können auch in der Aromatherapie sowie zur Herstellung von eigener Naturkosmetik verwendet werden. Das Öl aus Melisse, Sandelholz, Kamille, Lavendel, Zirben, Eukalyptus, Latschenkiefer und auch Rosenöl lassen sich auf ganz vielfältige Art und Weise anwenden. Es kann zum Einreiben dienen, als Wasch- bzw. Badezusatz sowie als wohltuendes Aroma für Kompressen, Wickel oder gar zum Inhalieren. Wer auf die kleinen Flacons mit einem recht breiten Anwendungsbereich setzen möchte, sollte auf eine gute Qualität achten: Chemische Zusätze wie etwa Konservierungsstoffe, Parfüm und Farben haben in natürlichen Ölen ebenso so wenig etwas zu suchen wie etwa minderwertiger Alkohol, minderwertiges Öl, Glycerin und Glycerol.

Neben die vergleichsweise bekannten Ölsorten rücken auch zunehmend häufiger neue Öle, wie beispielsweise das Neemöl, das aus den Samen des Niembaumes gewonnen wird. Vor allem in der Landwirtschaft findet dieses Öl Anwendung – als Düngemittel und als Präventivmaßnahme gegen Insekten und Pilze.

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Abbildung 3: Naturkosmetik kann selbst hergestellt oder im Fachhandel erworben werden. Eines eint beide Ansätze: Naturkosmetik beinhaltet keinerlei chemische Zusatzstoffe. Pixabay: © silviarita (CC0 Public Domain)

Naturkosmetik. Kaufen oder selbst herstellen?

Wer sich mit ausgewählter Kost körperlich fit hält, sollte den gesunden Bogen auch mithilfe von natürlichen Pflegeprodukten weiterspannen. Das heißt: Kosmetika sollten ebenso frei von chemischen Zusätzen und stattdessen reine Naturprodukte sein. Um eben diese Produkte verwenden zu können, gibt es zweierlei Möglichkeiten: Zum einen kann Naturkosmetika erworben werden; zum anderen können Produkte wie diese auch selbst hergestellt werden.

Vor- und Nachteile gibt es bei beiden Herangehensweisen. Wer Naturkosmetik selbst herstellt, kann sich sicher sein, dass chemische Stoffe (Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Parfüm, Farbe) ebenso wenig ins Produkt kommen wie Glycerol, Glycerin, Silkone, Paraffine, Betain und PEG. Das ist mitunter der größte Vorteil. Einige Rezepte, die kursieren, sind jedoch entweder aufwendig in der Herstellung oder umfangreich mit Blick auf das, was an Zutaten dafür benötigt wird. Ob die Rohstoffe einzeln erworben und zusammengemischt werden oder, ob das fertige, natürliche Kosmetikprodukt erworben wird, ist abhängig von der persönlichen Einstellung.