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Lifestyle | 08.08.2019

So kommt ihr ohne Blasenentzündung durch die Badesaison

Die Luft glüht, es ist so heiß, dass nur der Sprung ins kühle Nass für ausreichend Abkühlung sorgen kann. Wie herrlich doch Schwimmen sein kann! Leider kennen viele Frauen auch die Kehrseite der Medaille: Für sie heißt Badesaison oft auch Blasenentzündung. Aber woher kommt diese lästige Infektion eigentlich? Wie kann man vorbeugen und wie wird man sie wieder los, wenn es bereits zu spät ist?

Eine Blasenentzündung, auch Zystitis, tritt meist als bakterielle, manchmal auch als Virusinfektion auf und betrifft die sogenannten unteren Harnwege: Harnleiter und Harnblase. Bei einer bakteriellen Infektion handelt es sich sehr häufig um eine Autoinfektion mit den sogenannten Escherichia coli (E. coli) Bakterien. Sie stammen aus dem Darm und gelangen vor dort aus in die nahe gelegene Harnröhre. Begünstigt wird eine solche Infektion durch verschiedene Faktoren:

 

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Mangelhafte Intimhygiene
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr
  • Erkrankungen der Harnröhre
  • Blasenkatheter
  • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) und Immunerkrankungen

 

Frauen sind deutlich anfälliger für Harnwegsinfekte als Männer. Das hat in erster Linie anatomische Gründe: Die weibliche Harnröhre ist viel kürzer als die männliche, zudem liegen die Öffnungen von Darm und Harnröhre sehr dicht beieinander.

 

Übrigens: Da eine Blasenentzündung oft auch mit einer zumindest temporären Inkontinenz einhergeht, ist es sinnvoll, sich über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Aber was hat Schwimmen mit einer Blasenentzündung zu tun? Ganz einfach: Beim Baden wird man naturgemäß nass. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man nach dem Baden schnell wieder trocknet. Bleibt die nasse Badekleidung allerdings länger am Körper, kann sich der empfindliche Beckenbereich leicht verkühlen. Das begünstigt das Aufsteigen der E.coli Bakterien und somit die Blasenentzündung.

 

Am besten sucht man gleich bei den ersten Anzeichen den Hausarzt auf. Eine Blasenentzündung lässt sich nämlich meist gut therapieren. Bei einer bakteriellen Ursache kommen oft Antibiotika zum Einsatz. Wichtig ist es, die Krankheit nicht zu verschleppen, um keine schwerwiegendere Nierenbeckenentzündung zu riskieren.

 

 

Der Blasenentzündung vorbeugen

Der Sommer macht doch wesentlich mehr Spaß, wenn man fit und gesund ist. Und damit es gar nicht erst zu einer lästigen Blasenentzündung kommt, die einem die Badesaison vermiest, kann man etwas tun. Mit diesen Tipps sagst du der Zystitis den Kampf an:

 

  • Nasse Badesachen sofort ausziehen! Feuchte Klidung kühlt den Körper aus und schwächt ihn dadurch. So wird er anfälliger für Infektionskrankheiten. Also gleich nach dem Baden raus aus Bikini oder Badeanzug und schön ins kuschelige Handtuch gehüllt.
  • Den Unterleib warmhalten! Wer anfällig für Blasenentzündungen ist, sollte besser auf Crop-Tops und Co. Verzichten. Die Beckenregion sollte im Idealfall immer bedeckt sein, damit sie nicht auskühlt.
  • Viel trinken! Wer viel trinkt, muss öfter zur Toilette. So werden die Blasenentzündung verursachenden Bakterien aus der Harnröhre herausgespült, bevor sie Schaden anrichten können.
  • Auf Intimhygiene achten! Da die E.cloi Bakterien vom Darmbereich in die Harnröhre wandern, kann mit einer guten Intimhygiene vorgebeugt werden. Der Intimbereich sollte daher täglich mit reinem, warmem Wasser gewaschen werden. Und beim Toilettengang immer von vorne nach hinten wischen.
  • Nach dem Sex auf die Toilette! Da die Bakterien auch durch den Geschlechtsverkehr in die Harnröhre gelangen können, wird empfohlen, direkt nach dem Liebesspiel die Toilette aufzusuchen.
  • Nicht stressen lassen! Stress schwächt das Immunsystem und macht uns anfälliger für Infektionskrankheiten. Wer achtsam mit sich umgeht, viel schläft und Überlastung vermeidet, lebt daher eindeutig gesünder.

 

Und jetzt: Ab ins Wasser!

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