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Lifestyle | 17.11.2020

Gefälschte Uhren erkennen

So erkennen Sie Fakes von Luxus-Zeitmessern!

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© Daniel Jedzura/Shutterstock

Nicht nur für Sammler und Technikenthusiasten sind Uhren ein begehrtes Kaufobjekt. Wer Luxus und Status ausstrahlen will, kommt schnell auf die Idee, sein Handgelenk mit einem edlen Chronometer zu schmücken. Auch als Investment sind Edel-Uhren ein würdiger Gegenstand: Die Preisentwicklung mancher limitierten Auflage kann binnen Monaten durch die Decke gehen und wer den richtigen Interessenten findet, kann seinen Kaufpreis schnell verdoppeln. Doch leider wächst nur eine Sache schneller als der Wert von Luxus-Zeitmessern: Das Geschäft mit Fälschungen.

Warum sind so viele Fakes im Umlauf?

Produktpiraterie ist ein ernsthaftes Problem, das auch von leichtsinnigen Kunden befeuert wird, denen das Label wichtiger ist als der authentische Inhalt. Denn wenn es keinen Markt für Billig-Imitate gäbe, würde sich niemand die Mühe machen, sie herzustellen. Oft kann man von einem stillschweigenden Abkommen zwischen Käufer und Verkäufer ausgehen: Beide tun so, als wäre die Uhr echt, obwohl sie wissen, dass auch der jeweilig andere sicher sein kann, dass kein Zweifel über den Fake-Status der Ware besteht. Betrügerische Absicht kommt oft erst an zweiter Stelle: Wo die Produzenten meist auf Kunden abzielen, die ein Statussymbol zum Sonderpreis wollen und keinen gesteigerten Wert auf Echtheit legen, gibt es insbesondere auf dem Graumarkt auch etliche Gauner, die sich die Mühe machen, nicht nur die Ware, sondern auch Zertifikate zu fälschen.

Am häufigsten Ziel von Fälschern: Rolex und Omega

Produktpiraterie ist vor allem dann ein lohnendes Geschäft, wenn man weniger den Inhalt als das korrekte Label nachbilden muss. Eine Uhr, die einigermaßen haltbar ist und die richtige Zeit anzeigt, ist heute kein Riesenproblem mehr. Doch die über Jahrzehnte oder mehr aufgebauten Markennamen, die im Chronometer-Geschäft für Präzision, Luxus und Handwerkstradition stehen, sind weit mehr als nur das Versprechen von Beständigkeit oder korrekter Zeitmessung. Ihr Name ist so bekannt, dass er allein eine zehnfache Wertsteigerung bewerkstelligen kann. Das Label steht als Inbegriff für Stil und Design und erzeugt damit Begehrlichkeiten sowohl beim Besitzer als auch beim Verkäufer, der sich kaum eine bessere Werbung ausdenken könnte als den hart erarbeiteten guten Ruf einer Edelmarke. Die Schweizer Uhrenindustrie produziert jährlich etwa 30 Millionen Uhren, das Herstellungsvolumen der Fälscher liegt sogar noch darüber.

Wie erkennt man Fake-Angebote?

Um Piraterie-Produkte zu erkennen, bedarf es ausgezeichneter Kenntnis der individuellen Merkmale nicht nur der Marke, sondern einzelner Modelle. Aus diesem Grund können hier nur allgemeine Richtlinien dargelegt werden. Neben dem Verkäufer selbst, der in der Regel keine nachvollziehbare Adresse im Inland oder einen etablierten Ruf als authentischer Händler besitzt, können Sie auf folgende Hinweise achten: Die Herstellungsqualität der Verpackung, Gravuren auf Rückseite, unpassendes Design (z.B. gibt es keine Rolex-Uhren mit Glasboden), Hologramm-Sticker, Ausführung von Ziffernblatt und Beschriftung, Dicke der Minutenzeiger, Qualität der Leuchtmasse, Seriennummern und Referenznummer, Qualität der Politur und, mindestens ebenso wichtig: Echtheitszertifikate vom Händler.
Wer also zum Beispiel Rolex-Uhren online bestellen will, sollte auf einen bekannten Vertrieb setzen, der auf Transparenz und Qualität setzt.

Fazit

Sie machen sich keine Freude, wenn Sie auf Lockangebote oder besondere Schnäppchen eingehen, nur um in den Besitz einer prestigeträchtigen Luxusuhr zu kommen. Stellen Sie sich die Blamage vor, wenn Sie mit dem Chronometer an einen Kenner geraten, der Ihnen auf die Stirn zu sagt, eine Fälschung am Handgelenk zu tragen. Vertrauen Sie stattdessen auf etablierte Händler und den guten Ruf großer Uhrenvertriebe, die es sich nicht leisten können, Fake-Skandale zu verursachen.