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Lifestyle | 20.09.2021

Bienen in der Großstadt helfen: Fünf Tipps

Albert Einstein soll einmal gesagt haben, dass die Menschen nur noch vier weitere Jahre auf diesem Planeten zu leben hätten, wenn die Bienen einmal ausstürben. Im Zuge aktueller Nachhaltigkeitsdebatten rückt nun auch das Bienensterben zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses. Es vergeht kaum eine Woche, in der keine Petition für das Verbot verschiedener Pflanzenschutzmittel, die mit dem Bienensterben assoziiert sind, im Umlauf ist. Leider spitzt sich die Lage immer weiter zu, und Politik sowie Wirtschaft scheinen die Dringlichkeit dieses Problems bisweilen noch nicht verstanden zu haben. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Menschen nun selbst aktiv werden. Sogar in einer Großstadt wie Wien gibt es viele Möglichkeiten, etwas für das Überleben der Wildbienen zu unternehmen.

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Foto: pixabay.com

Tipp Nummer 1: Insektenfreundliche Balkonkästen

Auch wenn du keinen eigenen Garten hast, kannst du den Bienen Nahrung bieten – und zwar auf dem Balkon. Vor allem in dicht besiedelten Gebieten mit wenigen Parks und Grünflächen sind Blumenkisten wertvolle Überlebenshilfen. Vor allem bieten sich dafür Blumen an, die besonders früh oder besonders spät im Jahr blühen. Die Landwirtschaft bietet den Bienen meist nur wenige Monate im Jahr ausreichend Nahrung, doch sie müssen sich vom Februar bis in den Herbst hinein versorgen. Balkonkästen mit Malven, Kornblumen, Feld-Thymian und anderen Bienenweiden stellen eine kleine Oase mitten in der Großstadt dar.

Tipp Nummer 2: Insektenhotels

Insektenhotels gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Besonders Wildbienen und Hummeln, die als Einzelgänger und nicht in Staaten leben, sind hier häufige Gäste. Während die meisten Insekten im Sommer problemlos einen Unterschlupf finden, ist im Winter ein sicheres Versteck Gold wert.

Tipp Nummer 3: Eine Wasserstelle aufstellen

Je heißer der Sommer ist, umso schwerer fällt es den Insekten, geeignete Wasserstellen zu finden. Auf einer windstillen, schattigen Stelle auf dem Balkon oder der Fensterbank lässt sich leicht ein kleiner Insektenpool aufstellen. Dafür füllst du einfach ein kleines Gefäß, zum Beispiel eine Tonschale, mit Wasser. Wichtig ist, dass das Gefäß nicht allzu tief ist, da die Tiere ansonsten abrutschen und ertrinken könnten. Moos, Steine und Stöcke in der Schale bieten den Insekten Landeplätze.

Tipp Nummer 4: Baumscheiben nutzen

Baumscheiben sind, wie es der Name bereits vermuten lässt, die direkt um Bäume herum angebrachten runden oder viereckigen Flächen. Meistens sind sie durch Holz oder Steinrahmen eingezäunt und bieten genügend Fläche, um dort kleinere Pflanzen anzubauen. In manchen Stadtbezirken lassen sich spezielle Pflegeverträge schließen, die es dir erlauben, dort zu pflanzen, was du möchtest. Wenn in deiner Gegend keine Initiativen bestehen, die dies organisieren, ist es möglicherweise Zeit, selbst aktiv zu werden. Abgesehen davon wird es sicherlich niemanden stören, wenn du Guerilla Gardening betreibst und ein paar Blumen im Stadtgebiet aussäst.

Tipp Nummer 5: Honig von regionalen Imkern kaufen

Nachhaltigkeit lässt sich an vielen Stellen im Alltag umsetzen – zu einem Großteil betrifft sie den Konsum. Es ist also eine gute Idee, wenn du deinen Honig regional kaufst. Die meisten Imker in Österreich betreiben die Bienenzucht als ein Hobby und haben nur wenige Bienenvölker. Beim Kauf musst du zwar oft etwas tiefer in die Tasche kaufen – ein Glas Honig kostet meist um die sechs Euro. Dafür erhältst du ein Produkt, das frei von Schadstoffen und Pestizidrückständen ist. Noch dazu tragen regionale Imker dazu bei, den Bienen ein Zuhause zu geben. Heimischen Honig erhältst du meist auf lokalen Wochenmärkten.