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Lifestyle | 08.12.2022

Nachhaltigkeit zum Jahreswechsel: Wir misten aus!

Niemand will das neue Jahr mit Altlasten begehen. Deshalb schließen wir zum Jahreswechsel lieber mit einigen Dingen ab und begehen die nächsten zwölf Monate mit größerer Leichtigkeit. Nicht nur metaphorisch sollten wir uns bis Ende des Jahres von Altlasten trennen, sondern auch tatsächlich. Zum Beispiel, indem wir vor dem Jahreswechsel so richtig ausmisten. Das schafft nicht nur Luft in unseren Schränken, sondern ist auch nachhaltig und trägt zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft bei.

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Bildnachweis: Photosg / clipdealer.de

Wie wir zum neuen Jahr Platz für Neues schaffen

Im Kleiderschrank verstecken sich alte Kleidungsstücke, an die wir uns kaum noch erinnern. Im Bücherregal gibt es keinen Platz mehr für spannende Neuveröffentlichungen. Ähnlich voll sind unsere CD- und DVD-Schubladen. Meist ist es so, dass wir uns kaum mehr an die Dinge erinnern, die sich bei uns angestaut haben. Mit jedem neuen Jahr und jeder Neuanschaffung sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie wieder aus ihren Regalen holen. Zur selben Zeit wird uns Nachhaltigkeit im Alltag immer wichtiger – ob nun beim Einkaufen oder bei der Beauty-Routine. Wie kann es da sein, dass wir durchschnittlich um die 10.000 Dinge besitzen und einen Großteil davon überhaupt nicht brauchen? Je mehr Gegenstände wir ansammeln und nicht nutzen, desto mehr müssen produziert werden. Das ist energieaufwändig und trägt zur Rohstoffausbeutung bei. Unser Vorsatz fürs neue Jahr: Regelmäßig unsere Bücherregale, Unterhaltungsmedien und Kleiderschränke ausmisten. So schaffen wir Platz für Neues und unterstützen außerdem eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Zumindest, wenn wir noch Brauchbares weiterverkaufen, spenden oder Ungebrauchtes richtig recyclen. Was du beim Ausmisten zum Jahresende sonst noch beachten solltest:

Wo und wie du am besten mit dem Ausmisten beginnst

Wenn wir unsere Wohnung aufräumen und uns von ungenutzten Dingen trennen wollen, kann zu Anfang eine Bestandsaufnahme helfen. Dabei verschaffen wir uns einen Überblick über all die Gegenstände, die unser Zuhause scheinbar zumüllen. Nicht nur in Regalen, sondern auch in den Ecken und auf Ablagen sammelt sich schnell Ungenutztes an. Am schnellsten stören uns ganze Friedhöfe aus ungenutzten Besitztümern an solchen Plätzen, die im Wohnraum aus funktionalen Gründen frei bleiben sollten: zum Beispiel in Durchgängen. Unauffälliger ist das Chaos der ungebrauchten Gebrauchsgegenstände auf dem Dachboden und im Keller. Bei der ersten Bestandsaufnahme verschaffen wir uns über all jene Orte einen Überblick. Wichtig ist dabei vor allem, dass du:

  • für das Ausmisten je feste Zeiträume ansetzt.
  • klein anfängst und etwa Raum für Raum vorgehst.
  • tatsächlichen Müll von noch brauchbaren, wenn auch ungenutzten Objekten unterscheidest.
  • in vier Kategorien denkst: entsorgen, behalten, reparieren und weitergeben.
  • zum besseren Überblick eine Liste für jede Kategorie erstellst.

So ordnest du das Chaos

Beim eigentlichen Ausmisten wendest du dich zunächst den Dingen zu, die offensichtlicherweise entsorgt werden müssen. Mach dir klar, dass kaputte Kleidungsstücke unter Umständen auch geflickt und Objekte wie Elektrogeräte repariert werden können. Was zweifellos weggeworfen werden muss, solltest du der Nachhaltigkeit zuliebe auf die richtige Art und Weise entsorgen.

  • Bücher entsorgt man in der Papiertonne und führt sie so der Wiederaufbereitung zu neuen Papierprodukten zu, damit dazu keine neuen Rohstoffe verwendet werden müssen.
  • Datenträger wie Spiele, CDs und DVDs landen starken Kratzern oder Funktionsverlust auf dem Recyclinghof. So kann das aus Erdöl bestehende Polycarbonat der Speichermedien wiederaufbereitet werden, damit davon weniger abgebaut werden muss.
  • Textilien wandern an ihrem Lebensende in den Kleidercontainer, damit ihre tierischen, pflanzlichen und synthetischen Fasern recycelt werden können.
  • Elektrogeräte gibst du bei irreparablen Defekten je nach Möglichkeit an Hersteller zurück oder bringst sie zum Recyclinghof, damit Rohstoffe, wie darin verbaute Metalle, wiederverwendet werden können.

Daraus ergeben sich für die zum Entsorgen aussortierten Dinge mindestens drei Stapel: Recyclinghof, Papiertonne und Kleidercontainer. Am leichtesten kannst du die jeweiligen Gegenstände nach dem Sortieren in entsprechend beschriftete Kisten verstauen.

Was du mit noch brauchbaren Besitztümern machst

Nach der Entsorgung gänzlich unbrauchbarer Gegenstände siehst du dir deine übriggebliebenen Besitztümer an. Was davon verwendest du wirklich noch? Nur solche Dinge solltest du auch wirklich behalten. Gut erhaltene Spiele, DVDs und Bücher kannst du je nach Zustand und Wert über Second-Hand-Anbieter wie momox weiter verkaufen oder an wohltätige Organisationen spenden. Überlege dir vor der Endsortierung auch, ob du Zeit hast, vielleicht einzelnen Stücken mit etwas Upcycling vielleicht wieder einen ganz neuen Wert zu geben. Du kannst auch bei Freunden und Familienangehörigen nachfragen, ob sie Interesse an einigen deiner ungenutzten Objekte haben. Wichtig ist beim Sortieren Ehrlichkeit. Wer sich an dieser Stelle selbst belügt, tut sich keinen Gefallen und wird niemals Herr über das Chaos werden. Ein bisschen Nachsicht haben wir trotzdem alle verdient. Fällt uns die Trennung von einem bestimmten Objekt besonders schwer, geben wir ihm am besten ein Ultimatum. Wir legen einen Zeitraum von einigen Wochen bis Monate fest. Nutzen wir den Gegenstand in dieser definierten Zeitspanne nicht, geben wir ihn weiter. Am besten markieren wir entsprechenden Besitz mit einem Aufkleber, auf dem wir für jedes Mal Nutzen einen Strich setzen können. Je mehr Striche, desto eher lohnt sich am Ende der jeweiligen Zeitspanne das Behalten.