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Lifestyle | 07.09.2021

Mein erster 4000er

Das Matterhorn zu sehen war mein langgehegter Traum. Warum also nicht mit Schweiz Tourismus nach Zermatt aufbrechen, um 2021 ein unvergessliches Berg-Highlight zu erleben? Erklimmen Sie mit mir die schönen Schweizer Alpen und erfahren Sie mehr über diese atemberaubende Gipfeltour.

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Fotocredit Hinteregger

Endlich ist es so weit, das Abenteuer Viertausender geht es los: Die Zugfahrt von Innsbruck nach Zürich ist kurzweilig, vorbei am schier endlos scheinenden blau leuchtenden Zürichsee, eingebettet in sanftes Hügelland. Von Zürich aus geht es mit den hervorragend ausgestatteten und fast schon kuschelig bequemen Schweizerischen Bundesbahnen weiter in Richtung Toblerone der Alpen.

Schön und lebendig

Zermatt heißt mich bei regnerischem Wetter willkommen, was der Schönheit und Lebendigkeit des Ortes keinen Abbruch tut. Das Hotel Derby (empfehlenswert, sehr zentral gelegen mit wunderschönen, nach Zirbenholz duftenden Zimmern: www.derbyzermatt.ch) ist schnell gefunden. Lange hält es mich nicht im Zimmer. Ich bin neugierig auf Zermatt und will mich auf die Suche nach dem Matterhorn begeben. Im autofreien Ort ist es sehr geschäftig, Menschen aller Nationen tummeln sich auf den Straßen und in den
zahlreichen Shops. Nicht schlecht staune ich, als eine Herde Ziegen durch den Ort getrieben wird. Die Hirten tragen eine Tracht und runden das typische Klischee eines kitschigen Alpenortes ab. Das von
Wolken verhüllte Matterhorn bleibt mir an diesem Tag leider verwehrt.

Klettersteig, ich komme!

Tag zwei: Zermatt zeigt sich mit all seinen Blumen geschmückten, dunklen Balkons vor tiefblauem Himmel. Die ganze Pracht des Ortes tut sich auf. Mit weit offenem Herz mache ich mich auf zum Schweifinen-Klettersteig. In der Wand über Zermatt gut gesichert hängend, ist der erste Überblick aus der Vogelperspektive
über die Umgebung möglich. Steile Felswände umgeben von Wäldern
und Wiesen, in weiter Ferne schneebedeckte Viertausender. Womit wir schon beim eigentlichen Grund der Reise wären: Mein erster Viertausender ist das durchaus ambitionierte Ziel der 100 % Women Peak Challenge by Mammut, zu der Schweiz Tourismus geladen hat.

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Fotocredit Hinteregger

Sicht auf das Matterhorn

Bevor es an Tag drei losgeht, brechen wir mit der Gornergratbahn zu einem Ausflug auf 3.089 Metern auf. Die Bahn nimmt Fahrt auf, ich kann das Matterhorn aus der ersten Reihe bestaunen. Die Einzigartigkeit dieses mythenumwobenen Felsgiganten, der vielen ein freudiges Gipfelerlebnis bereitete und für andere die letzte Bergtour darstellte, zeigt sich in seiner vollen Schönheit. Der schneereiche Winter hat seine Spuren hinterlassen, sodass der Kontrast zum strahlend blauen Himmel ein beeindruckendes Bild ergibt. Nach einer 30-minütigen Zugfahrt oben angekommen, tut sich eine 360-Grad-Bergkulisse auf, die mir den Atem raubt. Der Blick auf namhafte Viertausender wie die Dufourspitze, Castor, Pollux, das Breithorn und das Matterhorn ist unbeschreiblich. Ein demütiges, dankbares und überglückliches Gefühl breitet sich in mir aus.

 

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Fotocredit Hinteregger

Nach diesem fantastischen Erlebnis steht das Größte aber erst noch  bevor: An Tag drei brechen wir – eine reine Frauengruppe mit weiblichen Guides – nach dem Frühstück zu den Bergbahnen auf, um zum Kleinen Matterhorn (3.883 Meter) zu gelangen. Es ist der Ausgangspunkt unseres Vorhabens, der Besteigung des Breithorns (4.164 Meter). Keine geringere als Nadine Wallner (österreichische zweifache Freeride-Weltmeisterin und Kletterass) steht plötzlich vor mir. Sie ist eine der Bergführerinnen.

Steigeisen und Eispickel

Von Mammut werden wir mit Klettergurt, Steigeisen und Eispickel ausgestattet. Zunächst geht es über die präparierte Skipiste bergab zum Rifugio Guide del Cervino (3.480 Meter), wo wir nach einer Einführung der Guides in die Materie Gletscherbegehung die Nacht verbringen. An Tag vier sind wir nach relativ wenig Schlaf um sechs Uhr startklar. Ein starker, eisiger Wind weht uns entgegen. Schnell ansteigend marschieren wir mit den Steigeisen an den Füßen Richtung Bergstation Klein Matterhorn, von wo aus das eigentliche  Gletscherabenteuer beginnt. Aneinander geseilt folgen wir der  Bergführerin langsamen Schrittes, stets von eisigen Böen begleitet. 

Das Abenteuer beginnt! Breithorn ich komme!
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Fotocredit Florence Gross

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Fotocredit Florence Gross

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Fotocredit Florence Gross

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Fotocredit Florence Gross

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Fotocredit Florence Gross

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Fotocredit Florence Gross

Nach  rund drei Stunden gesamter Gehzeit ist der Moment dann da: Der Gipfel  ist erklommen! 

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Fotocredit: Florence Gross

Pures Glück

Mein erster Viertausender ist geschafft. Die Aussicht am Gipfel wäre wohl zum Genießen, würden uns der Wind und die dadurch eisigen Temperaturen nicht ziemlich zusetzen. Dem puren Glücksgefühl, es  wirklich geschafft zu haben, tut das aber keinen Abbruch. Ich bin stolz auf mich und die anderen Teilnehmerinnen. Auch den Abstieg meistern wir ohne Probleme. Mein Fazit: Ein Viertausender ist für einigermaßen Sportliche durchaus machbar. Eine Reise in die Schweiz kann ich jedem nur empfehlen. Auch wenn man wie ich aus den Tiroler Alpen kommt und meint, man hätte schon alles gesehen, lohnt sich dieses Abenteuer  definitiv. Und das Matterhorn gibt es eben auch nur dort!

Schweiz Tourismus

Tel.: 00800 100 200 30 
E-Mail: info@myswitzerland.com
www.myswitzerland.com

Zermatt Tourismus

www.zermatt.ch

Swiss Travel Pass

www.mystsnet.com

Mammut Alpine School

www.mammutalpineschool.com