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Lifestyle | 30.06.2022

6 Schritte bis zur Haltbarkeit

Einkochen rettet Lebens­mittel und verlängert den Genuss.

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© Shutterstock

Fermentieren, Pökeln, Ein­kochen – langfristige Planung von Lebensmitteln und die Haltbarmachung ebendieser sind im Zeichen der Krise und der allgemein unsicheren Atmosphäre der aktuellen Zeit wieder im Vor­marsch. Die alten Techniken der Groß­elterngeneration erweisen sich jetzt als unschätzbar wertvolles Wissen, das uns Sicherheit und Selbstbestimmtheit verschafft. Gerade das Einkochen ist eine vielseitige und einfache Methode, um Gemüse und Obst, aber auch Fleisch, Brot oder sogar Kuchen auf lange Sicht haltbar zu machen. Einige Kleinigkeiten gibt es aber auch hier zu beachten, um langfristigen Genuss auch wirklich zukunftssicher zu machen.

EQUIPMENT CHECKEN:

Gläser, Deckel und Gummiringe sollten im ersten Schritt einer genauen Inspektion unterzogen werden. Schließen Glas und Deckel noch nahtlos zueinander ab? Sind die Gummis noch elastisch oder weisen sie schon spröde Stellen auf? Es empfiehlt sich, defektes Equipment auszutauschen, schließ­lich wäre es schade, wenn es nach der ganzen Mühe daran hapern sollte. Auch die einzu­kochenden Lebensmittel selbst sollten genau unter die Lupe genommen werden. Welkes oder sogar schon leicht angeschimmeltes Obst oder Gemüse darf auf gar keinen Fall zur Verwendung kommen, schließlich kann das Einkochen diesen Prozess nur aufhalten, aber nicht rückgängig machen.

AUF HYGIENE ACHTEN

Hygiene und Sauberkeit sind das oberste Gebot, nichts ist beim Einkochen wichtiger. Alles an Equipment, das im ganzen Prozess zum Einsatz kommt, muss schon im Vor­hinein gründlich (und heiß) gereinigt werden. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Gläsern selbst liegen. Mindestens drei, besser fünf Minuten sollten diese im Wasserbad köcheln, um sie zu sterilisieren, erst dann können sie befüllt werden. Alternativ lassen sie sich auch im mindestens 140 °C heißen Backofen vorbereiten.

VORSICHTIG ABFÜLLEN

Beim Abfüllen braucht es vor allem zwei Dinge: Fingerspitzengefühl und Augenmaß. Es sollte sowohl dieser Vorgang möglichst sauber passieren als auch das Füllvolumen stimmen. Im fertig abgefüllten Glas sollte zwar möglichst wenig Luft, aber bis zum Rand doch noch ein Sicherheitsabstand von ein bis zwei Zentimetern sein. Für den Fall, dass etwas auf den Glasrand tropft – einfach mit einem sauberen Tuch gründlich abwischen. Anschließend kann der Deckel aufgesetzt und fixiert werden.

EINKOCHEN

Die Gläser sollten im Wasserbad mindestens zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt sein. Je nach Topf oder Einkochautomat können verschlossene Gläser aber durchaus auch aufeinandergestapelt und damit komplett untergetaucht sein. Dabei sollten sie aller­dings den Topfboden keinesfalls berühren! Ein einfaches Geschirrtuch als Unterlage schafft dabei den nötigen Abstand. Je nach Rezept und Lebensmittel unterscheidet sich die Einkochzeit. Zu beachten ist dabei, dass diese erst dann beginnt, wenn auch das Wasser in den Gläsern Blasen bildet und zu köcheln anfängt.

DECKELPROBE DURCHFÜHREN

Nach der Einkochzeit können die Gläser herausgenommen und zum Abkühlen auf ein trockenes Tuch gestellt werden. Mit der Deckelprobe zeigt sich, ob sich tatsächlich ein Vakuum gebildet hat und der Behälter sicher verschlossen ist. Dazu nimmt man die Bügel oder Klammern ab und hebt das ausgekühlte Glas vorsichtig am Deckel an. Sitzt er fest, ist das Vakuum erfolgreich entstanden. Löst er sich, ist das Einkochen leider fehlgeschlagen. Bei Gläsern mit Schraubverschluss sollte der Deckel deutlich nach innen gewölbt sein. Glä­ser zum Abkühlen nicht auf den Kopf stellen!

LAGERUNG 

Je nach Rezept und Inhalt ist Eingekochtes unterschiedlich lange haltbar. Dunkle und kühle Lagerung (muss nicht im Kühlschrank sein, kellerkalt reicht) sowie ein waches Auge auf alles Konservierte sind aber trotzdem zu empfehlen. Mit regelmäßigen Deckelproben stellt man sicher, dass das Vakuum in den Gläsern noch intakt ist. Sitzt der Deckel nicht mehr fest oder wölbt sich das Blech nach außen, sollte der Inhalt entsorgt werden.