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Lifestyle | 21.04.2019

Die zwei sind ein Hit

Kongenial! Andreas Wojta, 47, und Alexander Fankhauser, 45 – bestens bekannt als „Andi & Alex“ –, verbindet viel mehr als nur ihre Liebe zum Kochen. Anfang Mai werden die TV-Kult-Stars mit dem look! „Best Taste Award“ geehrt.

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TOP. Kultköche, Publikumslieblinge und Familienmenschen. Wojta (l.) und Ehefrau Gabi haben drei Kinder, Fankhauser (r.) und seine Petra zwei. © picturedesk.com

Sie füllten mit ihren Kochshows die Stadthalle, tourten durch Österreich, schrieben Kochbücher und im ORF sorgen sie mit „Frisch gekocht mit Andi und Alex“ - die Dreharbeiten für die neuen Folgen starten im Mai nach wie vor für tolle Quoten. Zuvor holen sich der 45-jährige Tiroler, der in Hochfügen das Gourmetrestaurant „Alexander“ (mit drei Hauben und einem Michelin-Stern) im eigenen Hotel Lamark leitet, und der 47-jährige Wiener, Chef des „Minori- tenstüberl“, am 8. Mai aber noch ihren „Best Taste Award“ ab. Ein Preis, über den sich das Duo sehr freut. Im Vorjahr durfte ihn übrigens Starköchin Ana Roš mit nach Hause nehmen.

Freunde fürs Leben. Doch wer meint, Andi & Alex verbindet nur die Liebe zum Beruf, der irrt gewaltig. Wojta und Fankhauser sind seit 25 Jahren befreundet, beide prägt der große Familiensinn, ihr Fleiß und ihre Bodenständigkeit. Und natürlich haben beide einen guten Schmäh, der bei gemeinsamen Auftritten immer rennt, denn ein bisserl Entertainen muss schon sein.

Auch etwas, das ihnen ihr großer Lehrmeister Reinhard Gerer im „Korso“, wo sie einander kennenlernten, beigebracht hat. Wie vieles mehr. Vor 20, 30 Jahren liefen Köche nämlich noch in Birkenstock-Schlapfen und mit angepatzten Schürzen herum, erinnert sich Wojta. Gerer habe nicht nur das Kochen revolutioniert, sondern auch das Erscheinungsbild dieses Berufsstands: Er kam als Erster mit weißem Hemd und Krawatte in die Küche. – Das Interview.

 

look: Wieder ein Award – wie wichtig sind Preise für Sie?

Andreas Wojta: Extrem wichtig, wir freuen uns sehr. Eine kulinarische Auszeichnung ist etwas Besonderes. Auch die Romy war eine tolle Sache, eine große Anerkennung für das gesamte Team.

Alexander Fankhauser: Das ehrt uns. Wenn die Leute erkennen, dass man etwas Gutes macht, dann bereitet das Freude.

 

Seit 2003 im TV, seit 2008 Ihre Kochshow. War der Erfolg abzusehen?

Wojta: Nein, weil der Pilot, der mit uns gemacht wurde, von einigen Herrschaften nicht positiv bewertet wurde. Aber unser Produzent „Purzl“ Klingohr, der auch die Idee zu der TV-Show hatte, stand felsenfest hinter uns. Und er hat recht behalten.

 

Wie gefiel Ihnen die Andi & Alex- Parodie von Stermann & Grissemann in „Willkommen Österreich“?

Wojta: Das war sensationell. Ich habe sehr gelacht. Außerdem haben wir durch sie ein neues Publikum erreicht.

Fankhauser: Vor allem die Jungen. Unser Stammpublikum ist doch etwas älter, aber durch Stermann & Grisse- mann kannten uns auf einmal auch junge Leute.

 

Wie spontan ist Ihr Schmäh bei den Dreharbeiten?

Wojta: Wir dürfen sehr spontan reagieren und wir sollen es auch. Aber du darfst es nicht verblödeln. In erster Linie geht es um ein Gericht, das man einfach nachkochen kann. So funktioniert eine gute TV-Kochshow. Und wenn man dann noch kulinarische Geheimnisse oder Tipps verrät, umso besser.

 

Verstehen Sie sich auch im Privatleben so gut?

Wojta: Ja, wir machen gemeinsame Urlaube, feiern Weihnachten zusammen oder ich bin mit meiner Frau und den Kindern Ski fahren bei ihm im Zillertal. Ich mag Alexander wahnsinnig gern, er ist ein ehrlicher, grader Michl. Man braucht auch einen Partner, der genauso demütig ist wie man selbst. Manche werden ja größenwahnsinnig, wenn sie dreimal im TV zu sehen waren.

Fankhauser: Wir sind seit rund 25 Jahren befreundet und haben – heutzutage auch eine Seltenheit – noch nie gestritten. Vielleicht deswegen, weil wir dieselben Werte teilen. Beide sind wir bodenständig, fleißig, geradlinig, familiär und dankbar für alles, was wir erreicht haben.

 

Wohin geht der Trend beim Essen?

Fankhauser: Ich bin der Meinung, dass sich die Gastronomie und das Ess- verhalten in den nächsten zehn Jahren gewaltig verändern. Es wird mehr Spitzenrestaurants geben, noch kleinere, feinere und vor allem dreimal so teure. Und der andere Trend geht dahin, dass die Lokale mit angelernten Köchen arbeiten müssen, denn keiner will den Beruf mehr erlernen. Jeder möchte nur mehr viel Geld verdienen und ins Fernsehen. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch, der das Glück hatte, auch im TV präsent zu sein, aber zu meinem Lebensglück hat das nie etwas beigetragen.

 

Was bedeutet Essen generell für Sie?

Wojta: Kultur, Kommunikation und gemeinsam genießen und schmecken. Essen heißt zudem, Zeit mit der Familie und mit lieben Menschen zu verbringen.

Fankhauser: Essen hat generell einen sehr hohen Stellenwert für mich, vor allem im Kreise meiner Familie. Die- ser Zusammenhalt beim gemeinsamen Kochen und Essen ist besonders für die Kinder sehr wichtig.

 

Was essen Sie selbst am liebsten?

Fankhauser: Wennst mir eine Stelze hinstellst und eine halbe Bier, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt(lacht).

Wojta: Für Erdäpfel mit Butter und Salz oder ein ofenwarmes frisches Brot mit Butter und Schnittlauch renn ich Kilometer. Außerdem liebe ich Beuschel und geröstete Nierndln, also eh alles, was man bei mir im „Minoritenstüberl“ auch kriegt (lacht).

 

Anfangs dachte ich, Sie seien Brüder.

Wojta: Das kenn ich, vor allem seit Alex meiner Style-Beratung, nämlich Gel zu verwenden, gefolgt ist. Vorher hat er ja mit seinen Locken ausgeschaut wie der Friedrich Schiller (lacht)!


Osterrezepte von Andi & Alex.

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© beigestellt

LAMMRÜCKEN

Zutaten für 4 Personen:
500 g Lammrücken
4 große Rosmarinzweige
Öl und Butter zum Braten
Salz, Pfeffer

 

Für die Beilage:

1 Zwiebel

Öl zum Braten

100–150 g Bulgur

1 TL Paprikapulver

500 ml nicht zu kräftige Rindsuppe

125 ml Obers

40 g Zucchini

40 g Melanzani

40 g Paprika

20 g geriebener Parmesan

1 EL geschlagenes Obers (oder kalte Butter)

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Für die Beilage Zwiebel schälen, fein schneiden und glasig anschwitzen. Den Bulgur beigeben. Jetzt salzen, dann das Paprikapulver einrühren. Nach und nach mit Suppe aufgießen, zum Schluss mit Obers auffüllen. Bulgur in 8–12 Minuten bissfest kochen. Zucchini, Melanzani und Paprika in Würfel schneiden und in einer Pfanne in etwas Öl glasig anschwitzen und zum Bulgur geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Lammrücken zuputzen, Rosmarinzweige zu zwei Drittel abrebeln. Den Lammrücken in Medaillons schneiden (ca. 40 g pro Stück). Medaillons auf die Rosmarinzweige stecken. Spieße in Öl und Butter (halbe-halbe) auf allen Seiten kurz braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Den gegarten Bulgur mit Parmesan und kalter Butter oder geschlagenem Obers verfeinern. Auf Tellern anrichten, die Spieße darauflegen und servieren.


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© beigestellt

BEINSCHINKEN MIT KREN

Zutaten für 4 Personen:

ca. 600 g Beinschinken (aufgeschnitten)

 

Für den Eierkren:

4 Eier (gekocht)

4 EL Mayonnaise

1 Spritzer Essig

etwas Zucker

frisch geriebener Kren

1 kleiner Bund Schnittlauch

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Für den Eierkren gekochte Eier schälen, klein hacken oder mit einer Küchenma- schine fein pürieren. Eier mit Mayonnaise vermengen, mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker abschmecken. Anschließend reichlich frisch geriebenen Kren zufügen und mit frisch geschnittenem Schnittlauch zum Beinschinken servieren.

 

Für den Essigkren:

1 Knoblauchzehe

1 roter Paprika

1 gelber Paprika

60 ml Tafelessig

1 Prise Zucker

125 ml Kürbiskernöl

2 EL gehackte Petersilie

frisch geriebener Kren

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Für den Essigkren Knoblauch schälen und klein schneiden. Paprika waschen, Kernge- häuse entfernen, in kleine Würfel schnei- den. In einem Schneekessel Essig mit Salz, Zucker und Pfeffer vermengen, das Kernöl langsam einfließen lassen und mithilfe eines Schneebesens cremig aufschlagen. Knoblauch, Paprikawürfel, Petersilie und frisch geriebenen Kren beimengen und zum Beinschinken servieren.

 

Für den Senfkren:

2 rote Zwiebeln

4 EL scharfer Senf

1 TL Zucker

1 TL Curry

frisch geriebener Kren

 

Zubereitung:

Für den Senfkren Zwiebeln schälen und klein schneiden. Zwiebeln mit Senf, Zucker und Curry vermengen, reichlich frisch geriebenen Kren zufügen und zum Beinschinken servieren.


KOCHEN MIT ANDI UND ALEX

Sollte in keinem Haushalt fehlen! Das Buch zur erfolgreichen ORF-Kochshow von Andreas Wojta und Alexander Fankhauser bietet bodenständige Küche und feine Varianten. Das Koch-Dream-Team Andi und Alex begeistert nicht nur mit Schmäh, sondern auch mit köstlichen Rezepten, die einfach nachzukochen sind. Erschienen in der D + R Verlagsgesellschaft

 

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