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Lifestyle | 27.02.2020

Glück: nicht nur Zufall, sondern auch Kopfsache

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Manche Menschen scheinen einfach echte Glückspilze zu sein. Immer wieder bekommen sie vom Schicksal bessere Karten zugeteilt. Sie haben kaum gelernt und bestehen trotzdem die Klausur, weil zufälligerweise die richtigen Fragen drankamen. Sie gehen einfach drauf los und müssen an der Bushaltestelle trotzdem keine Minute warten. Und während andere im Freundeskreis seit Monaten Bewerbungen schreiben, bekommen sie gleich die erste Stelle, bei der sie es versucht haben. Da fragen sich die Mitmenschen schnell, was sie eigentlich falsch machen. Ist das alles nur Zufall? Oder können sie etwas tun, um ihrem Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen?

Nur wer spielt, kann gewinnen

Wer nicht daran glaubt, dass er Glück haben kann, geht viele Risiken gar nicht erst ein. Das führt zwar dazu, dass seine Chancen zu verlieren geringer sind – aber eben auch die Chancen zu gewinnen. Nur wer es darauf ankommen lässt, einmal Lotto zu spielen, oder sich traut, in einem Online Casino ein paar Runden zu spielen, hat überhaupt die Möglichkeit auf einen Glückstreffer. Um Glück zu haben ist es manchmal nötig, ein Risiko einzugehen. Wer von vornherein abwinkt, behält seinen Einsatz, mehr aber auch nicht. Die optimistische Grundhaltung ändert natürlich nichts an der Wahrscheinlichkeit, wie ein Spielzug ausgeht. Sie ist aber der Grund, dass sich manche Menschen mehr trauen als andere und ihre Hoffnungen so hin und wieder einmal erfüllt werden.

Eine selbsterfüllende Prophezeiung?

Für dieses Phänomen gibt es einen Namen: Es handelt sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung. Dabei gibt es eine positive Rückkopplung zwischen der Erwartung eines Menschen und seinem Verhalten. Weil eine Person an einer Vorhersage glaubt, verhält sie sich dementsprechend. Das kann bewusst oder unterbewusst erfolgen. Es gibt zahlreiche Belege für das Vorkommen dieses Effekts. So stellten australische Forscher 2010 in einer Studie fest, dass Senioren umso öfter hinfielen, je mehr Angst sie vor Stürzen hatten. Ein Beispiel aus dem Alltag ist die Prüfungsangst, die zu Fehlern aus Nervosität führt. Oft entsteht so ein Teufelskreis: Je schlechter die letzte Prüfungsleistung war, desto größer ist die Nervosität vor dem nächsten Test. Diesen Effekt gibt es aber nicht nur für negative Zusammenhänge. Er ist auch in positiven Zusammenhängen belegt. Wer sein Outfit für attraktiv hält, strahlt Selbstbewusstsein aus und wirkt so insgesamt attraktiver – unabhängig davon, wie schön das Outfit tatsächlich ist.

Forschung zum Glück

Der Forscher Richard Wiseman von der University of Hertfordshire befasst sich seit Jahren mit dem Thema Glück. Er führte eine Reihe von Experimenten durch, die er „Luck School“ nannte. Durch Beobachtung stellte er fest, wie sich Menschen verhielten, die besonders oft Glück hatten. Dann brachte er anderen Menschen bei, sich ebenso zu verhalten. Das beeindruckende Resultat: 80% der Teilnehmer gaben an, dass sie deutlich mehr Glück hatten als zuvor. Was waren diese Verhaltensregeln, die Wiseman seinen  „Schülern“ mitgab? Es waren ganz einfache Maßnahmen, die aus Pechvögeln Glückspilze machten. Zunächst ist es wichtig, möglichst viele neue Dinge auszuprobieren – egal ob es sich um ein neues Rezept oder eine Unterhaltung mit einer fremden Person handelt. Früher oder später kommt dabei ein echter Glücksfall heraus. Darüber hinaus ist es wichtig, der eigenen Intuition zu vertrauen und vor allem optimistisch zu sein. Wer so durch das Leben geht, hat nicht nur mehr Glück, sondern fühlt sich auch insgesamt glücklicher. Auch das stellte sich bei dem Forschungsprojekt nämlich heraus.