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Lifestyle | 13.09.2022

Methoden der Kaffeezubereitung: Was sind die Unterschiede?

Lesen Sie hier alles darüber!

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Was ist eigentlich ein guter Kaffee – und wie bereitet man ihn zu? Diese Frage klingt recht einfach, ist aber nicht pauschal zu beantworten. Denn es gibt zahlreiche verschiedene Methoden für die Kaffeezubereitung, die sich auch auf den Geschmack des Heißgetränkes auswirken. Natürlich ist der Kaffeegeschmack auch zu weiten Teilen abhängig von den Kaffeebohnen, der Röstung und der Partikelgröße. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings die Zubereitungsweise. Die wichtigsten Arten der Zubereitung sind im Folgenden kurz und knapp beschrieben.

Kaffee im Handfilter aufbrühen

Uroma nahm sonntags die Kaffeemühle vom Regal, mahlte die Kaffeebohnen frisch und gab sie in den auf der Kaffeekanne stehenden Filter. Anschließend wurde das Getränk mit heißem Wasser aufgegossen. Augenblicklich verbreitete sich ein wunderbarer Kaffeeduft in der Wohnung. Heute erlebt diese Methode eine Renaissance. Am besten schmeckt der von Hand aufgebrühte Kaffee, wenn man sich beim Kaffee für eine Körnung wie beim Speisesalz entscheidet. Das Wasser sollte nicht mehr kochen, damit das Kaffeepulver nicht verbrennt. So kann man einen fein-aromatischen Kaffee zubereiten. Kostenpunkt: Die Filtertüten kosten pro Stück wenige Cent, der erforderliche Trichter ist schon für einen einstelligen Eurobetrag zu haben.

Kaffee aus dem Vollautomaten

Diese Methode steht der Handaufbrühung genau gegenüber. Denn bei einer solchen Kaffeemaschine benötigt man lediglich das Kaffeepulver und das Wasser, abhängig von den eigenen Vorlieben vielleicht auch etwas Milch. Der erforderliche Mahlgrad des Kaffeemehls ist ebenfalls abhängig von der jeweiligen Kaffeesorte. Aus diesem Grunde werden die Bohnen in einigen dieser Geräte vor jeder Kaffeezubereitung frisch gemahlen. Man muss also nur eine Tasse unterstellen, auf eine Tasse drücken, dann kann man sich zurücklehnen und bei einem tollen Raumduft von Rituals entspannen. Qualitativ ist der Kaffee aus dem Vollautomaten nahezu unerreicht. Allerdings muss man für die Anschaffung des Vollautomaten einen hohen dreistelligen, manchmal sogar einen vierstelligen Betrag in die Hand nehmen.

Kaffee aus der Filterkaffeemaschine

Die Filterkaffeemaschine löste vor einigen Jahrzehnten eine echte Revolution aus. Sie funktioniert ähnlich wie das Aufbrühen per Handfilter, allerdings läuft das heiße Wasser automatisch durch, sodass man die gewonnene Zeit anderweitig nutzen kann. Auch wenn der Ruf der Filterkaffeemaschine in den vergangenen Jahren etwas gelitten hat, kann man mit ihr einen durchaus ordentlichen Kaffee zubereiten. Das Kaffeepulver sollte etwas grober sein als beim Handfilter, da es länger mit dem Heißwasser in Kontakt kommt und andernfalls teilweise verbrennen könnte. Eine Filterkaffeemaschine kann man bereits für deutlich weniger als einhundert Euro bekommen.

Kaffee aus der Siebträgermaschine

Viele Kaffee-Enthusiasten kommen bei diesem Gerät ins Schwärmen. Hier gibt man das sehr fein gemahlene Kaffeemehl in den Siebträger. Anschließend wird das heiße Wasser unter hohem Druck durch das Pulver hindurchgepresst. Auf diese Weise wird in kürzester Zeit besonders viel Aroma aus dem Kaffee herausgeholt, außerdem entsteht die charakteristische Crema. Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist die Siebträgermaschine nicht nur für Espresso, sondern auch für andere Kaffeespezialitäten geeignet. Ein Knackpunkt ist das etwas aufwendigere Handling: Vor jedem Brühvorgang muss das Kaffeemehl in den Siebträger neu eingefüllt und danach wieder entfernt werden. Etwas vereinfachen kann man sich diese Arbeit, indem man anstelle des losen Pulvers Universal-Kaffeepads verwendet.

Siebträgermaschinen kann man zwar schon für weniger als einhundert Euro bekommen. Qualitativ höherwertige Geräte kosten allerdings immer einen dreistelligen Betrag.

Kaffee aus dem Herdkännchen

Das meistens aus Aluminium gefertigte Kännchen besitzt im unteren Bereich einen Tank für das Wasser, den darüber befindlichen Filter befüllt man mit einem sehr feinen Kaffeemehl. Am besten schmeckt das Getränk, wenn man sich bei der Sorte für eine dunkle Röstung entscheidet. Wenn man das Kännchen verschraubt und auf die heiße Herdplatte stellt, steigt das Wasser ab beginnendem Kochvorgang durch das Pulver. Der fertige Kaffee sammelt sich dann im dafür vorgesehenen oberen Bereich des Kännchens. Auf diese Weise kann man einen sehr intensiven, starken Mokka zubereiten. Ein großer Vorteil besteht darin, dass man das Kännchen überall mit hinnehmen kann, eine Stromversorgung ist nicht erforderlich. Somit lässt sich beispielsweise auch am Lagerfeuer ein schmackhaftes Heißgetränk zubereiten. Die Kosten für das Herdkännchen sind überschaubar, sie liegen meistens unterhalb von fünfzig Euro.

Kaffee aus der French Press

Bei der French Press handelt es sich um einen Glaskolben, in den man ein grob gemahlenes Kaffeemehl (Partikelgröße etwa wie bei Grieß) einfüllt. Das nicht mehr kochende Wasser wird dann einfach aufgegossen. Wenn der Kaffee etwa viereinhalb Minuten lang durchziehen konnte, schiebt man den Siebstempel langsam nach unten, um das Kaffeemehl vom fertigen Kaffee zu trennen. Viele Kaffeetrinker schätzen die French Press für die einfache Zubereitungsweise. Außerdem sind die Anschaffungskosten überschaubar, denn diese liegen deutlich unterhalb von fünfzig Euro.

Kaffee aus der Kapselmaschine

Diese Geräte produzieren einen schmackhaften Kaffee, der annähernd die Qualität des Kaffees aus dem Vollautomaten erreichen kann. Zudem kann man aus zahlreichen Sorten wählen. Knackpunkt dabei: Zwar kosten die Geräte manchmal nur einen zweistelligen oder niedrigen dreistelligen Betrag. Die Kaffeekapseln sind allerdings deutlich teurer als der lose angebotene Kaffee. Außerdem produziert man mit der Kapselmaschine jede Menge Abfall, den es ja eigentlich zu vermeiden gilt. Daher ist die Kapselmaschine lediglich dort eine Alternative, wo man nur selten Kaffee trinkt, dann aber aus einer Auswahl entscheiden möchte. Die Ferienwohnung ist dafür ein klassisches Beispiel.

Fazit?

Geschmäcker sind verschieden. Noch verschiedener sogar als die unterschiedlichen Zubereitungsformen von Kaffee. Allerdings ist es nicht unbedingt notwendig, sich auf eine der hier vorgestellten Methoden zu beschränken. Wer im Alltag seinen Kaffee aus dem Vollautomaten oder der Siebträgermaschine genießt, kann die French Press oder das Herdkännchen mit in den Campingurlaub mitnehmen. Und wenn sich für die Geburtstagsfeier viele Gäste ankündigen, nimmt man eben den Filter für die Handaufbrühung aus der Schublade.