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Lifestyle | 29.03.2022

Schmuck richtig pflegen

So bleiben unsere Lieblingsstücke lange glänzend!

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Schöner Schmuck ist oft mit Erinnerungen verknüpft, besitzt neben seinem materiellen Wert vor allem einen hohen emotionalen Wert. Wichtig sind vor allem Strahlkraft und Glanz eines Schmuckstücks ©pixabay

Damit Schmuck, der regelmäßig getragen wird, seinen Glanz nicht verliert, sind ein paar Dinge zu beachten. Gebrauchsspuren bei Schmuck, der häufig in Gebrauch ist, sind absolut normal. Edelsteine wirken mit der Zeit matt, auf dem Silberschmuck zeigen sich unschöne Verfärbungen, Gold glänzt nicht mehr so richtig und die Seidenschur der Perlenkette verzieht sich. Das hat meistens überhaupt nichts mit der Qualität des Schmucks zu tun, sondern damit wie er behandelt wird. Damit Ohrringe, Armbänder, Halsketten und andere schöne Accessoires schön bleiben und ihren Wert erhalten, sind regelmäßige Reinigung und Pflege notwendig. Dabei hat jedes Material seine Besonderheiten, die dabei zu beachten sind.

Aktive Reinigung und Pflege von Schmuck ist wichtig und notwendig, damit er lange schön bleibt. Doch schöne Schmuckstücke brauchen auch einen trockenen, lichtgeschützten Platz. Gerade bei Edelsteinen kann intensive Lichteinwirkung den Glanz beeinträchtigen. Auch schwankende Temperaturen und zu hohe Luftfeuchtigkeit können dem Schmuck schaden, weshalb das Badezimmer am wenigsten für die Aufbewahrung von Schmuck geeignet ist.

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Die Aufbewahrung ist ein Aspekt, den viele vernachlässigen. Der Schmuck landet in einer Schatulle oder sogar in einer offenen Schmuckschale, wo er auf seinen nächsten Einsatz wartet. ©pixabay

Die einzelnen Schmuckstücke sollten sich nicht berühren, denn wenn Edelmetalle oder -steine aneinander reiben, können Kratzer entstehen, weil die Materialien unterschiedlich hart sind. Silberschmuck kann sogar Rostflecken bekommen, wenn er Kontakt mit eisenhaltigen Gegenständen hat. Deshalb ist der beste Platz für schönen Schmuck ein spezielles Schmuckkästchen, das viele Fächer hat und innen weich ausgekleidet ist. Für Ringe ist eine Steckvorrichtung ideal.

Tipp: Handelsübliche Watte gehört nicht in ein Schmuckkästchen. Sie kann dazu führen, dass der Schmuck noch schneller anläuft.

Reinigungsmittel für die Schmuckreinigung und -pflege

Für die regelmäßige Reinigung von Schmuck sind keine speziellen Mittel notwendig. Ein weiches Tuch aus Mikrofaser oder Baumwolle reicht in der Regel aus, um leichte Verschmutzungen zu entfernen. Dazu den Schmuck einfach sanft mit dem Tuch abreiben.

Schmucktauchbäder, die es für Gold- und Silberschmuck gibt, reinigen intensiver und sind bei mäßiger Verschmutzung das richtige Mittel. Die Anwendung ist sehr einfach: Schmuck kurz in das Bad eintauchen – dabei die Herstellerangaben beachten –, anschließend mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenpolieren. Mit der Reinigungsflüssigkeit lassen sich auch Stellen reinigen, die bei der normalen Reinigung schwer zugänglich sind.

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Im professionellen Bereich kommen Ultraschallgeräte zum Einsatz, die es mittlerweile auch für den Hausgebrauch zu kaufen gibt ©pixabay

Für die Reinigung und Politur von Schmuck aus edlen Metallen und Edelstahl gibt es im Handel auch spezielle Schmuckreiniger. Diese fertig angemischten Produkte sind bei stärkeren Verschmutzungen angebracht. Wichtig dabei ist, Produkte von guter Qualität zu verwenden, die dem Schmuck nicht schadet. Wenn auf der Verpackung steht, dass der Reiniger ausschließlich für Goldschmuck geeignet ist, ist das keine Geldmacherei der Hersteller, weil sie ihren Silber- oder Edelstahlreiniger auch noch verkaufen wollen. Der falsche Reiniger kann das edle Metall nachhaltig beschädigen. Beim Reinigen mit diesen chemischen Produkten ist es notwendig, Schutzhandschuhe zu tragen.

Beim Einsatz eines Ultraschallgerätes ist es sehr wichtig, die Herstellerangaben zu den Reinigungsmitteln zu beachten. Zudem eignet sich die Reinigung mit Ultraschall nicht für jeden Schmuck, beispielsweise können bestimmte Edelsteine, wie der Opal, Rubin, Saphir oder Smaragd, dabei Schaden nehmen.

Was ist grundsätzlich bei der Reinigung und Pflege von Schmuck zu beachten?

  • Bei der Reinigung von Schmuck immer die Prozedur anwenden, die für das Material geeignet ist.
  • Handelsübliche Reiniger nur anwenden, wenn das zu reinigende Material sie auch wirklich verträgt.
  • Aggressive Haushaltsreiniger, Scheuerschwämme oder harte Bürsten können Schmuck nachhaltig schädigen und sind absolut nicht für die Reinigung geeignet.

Gibt es auch Hausmittel für die Pflege und Reinigung von echtem Schmuck?

Goldschmuck kann durch äußere Einflüsse, wie Schweiß oder Staub, mit der Zeit anlaufen, schmutzig werden. Das empfindliche Material braucht allerdings besondere Pflege. Für Goldschmuck eignet sich eine warme Spülmittellösung oder warmes Wasser mit milder Seife. Das Schmuckstück zur Reinigung einfach etwa eine Viertelstunde in die Lösung legen und anschließend mit einer weichen Bürste reinigen. Bei kleinteiligem Schmuck, einem Ring zum Beispiel, kann es helfen, die Schüssel mit Seifenlauge und Schmuck darin leicht zu schwenken. So lassen sich Verschmutzungen auch aus Vertiefungen entfernen. Im Anschluss an das Reinigungsbad den Schmuck einfach mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch polieren. Hirschleder oder ein Tuch aus Wolle sorgt für extra Glanz.

Ist der Goldschmuck angelaufen, kann Backpulver helfen. Dazu das Backpulver auf ein weiches Tuch oder ein Mikrofasertuch geben und das Schmuckstück damit abreiben, bis es wieder seinen alten Glanz hat. Dann das Backpulver mit klarem Wasser abspülen und das Schmuckstück mit einem weichen Tuch abtrocknen. Bei Silberschmuck ist die Vorgehensweise etwas anders. Dazu aus Wasser und Backpulver einen Brei anrühren und mit einer weichen Bürste auf das Schmuckstück auftragen. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit einfach mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenpolieren.

Zahnpasta ist ebenfalls ein Mittel, das Goldschmuck und auch Silberschmuck wieder zu altem Glanz verhilft. Wichtig dabei ist, dass keine Schleifkörper in der Zahncreme enthalten sind. Die Anwendung ist sehr einfach. Die Zahncreme auf eine weiche Bürste geben und den Schmuck damit sanft reinigen. Anschließend ebenfalls wieder abspülen und trockenpolieren.

Silberschmuck verliert mit der Zeit seinen Glanz, läuft an und verfärbt sich schwarz. Dieser Prozess lässt sich mit einfachen Hausmitteln umkehren. Dazu eignet sich ein selbst gemachtes Silberbad sehr gut. Dazu einen Teelöffel Salz in heißem Wasser auflösen und ein Stück Alufolie zu dieser Lösung geben. Dann den Schmuck einfach hineinlegen und kurz warten, bis er wieder glänzt. Es ist sehr wichtig, den Schmuck schnell wieder aus der Salzlösung zu nehmen. Bleibt er zu lange darin liegen, schädigt das das Material. Anstelle von Salz funktionieren auch Soda, Backpulver oder Zitronensäure. Dieser Art der Silberreinigung ist gut für alle Silberteile, auch Besteck, die nicht mit Edelsteinen oder Ähnlichem verziert sind.