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Lifestyle | 25.03.2019

Shopping Tour 1080

Die Josefstadt ist Wiens kleinster Bezirk. Doch wenn’s ums Einkaufen geht, werden größere „Nachbarn“ locker aus dem Rennen geschlagen. Denn die Josefstadt bietet ein umfangreiches Angebot aller Branchen – vom Optiker bis zum Beauty-Treatment. Klein, aber fein ist die Devise und Qualität steht ganz im Vordergrund. look! machte einen Lokalaugenschein.

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, der Frühling naht mit großen Schritten. Die perfekte Gelegenheit, um sich auf eine Shopping-Tour zu begeben. Die Wunschliste ist lang – was soll man sich gönnen? Neue Sonnenbrillen? Ein neues Kleid? Oder doch einen trendigen Mantel? Dem Liebsten einen schicken Pullover kaufen? Und noch dazu Behandlungen in einem Beauty-­Institut buchen? Um alle diese Wünsche zu erfüllen, ohne dabei allzu lange Wege zurücklegen zu müssen, bietet sich eine Shopping-Tour in der Josefstadt an.

 

Riesige Auswahl dank Branchenvielfalt

Hier, im kleinsten Bezirk Wiens, findet sich eine ­extrem hohe Branchenvielfalt. Überdies wird gemäß dem Motto „Klein, aber fein“ großer Wert auf beste Qualität und erstklassige Beratung gelegt. Und zur Drauf­gabe lässt es sich in herrlich historischem Flair einkaufen. Denn an beinahe jeder Ecke gibt es ein architektonisches Juwel zu entdecken.


Erstklassige Shops & historisches Ambiente. Nur wenige Bezirke bieten auf so engem Raum ein derartiges Spektrum an verschiedenen Geschäftszweigen. Die Josefstadt wartet mit einem herausragend gelungenen Branchenmix auf, durch den sich vielfältige Einkaufsmöglichkeiten ergeben. Ein ausgedehnter Spaziergang durch den charmanten Bezirk bietet jedem Besucher ein unvergessliches Einkaufserlebnis und zeigt Wien von seiner außergewöhnlichen Seite.

 

Wir schlendern entlang der großen Schaufenster, und in äußerst kurzen Abständen verführt eine Auslage zum Verweilen und zum Einkaufen. Wer dann eine Auszeit vom Shoppen – und vom Sackerltragen – braucht, findet beim Bummel durch die Josephstadt eine große Zahl an gastonomischen Betrieben für einen erholsamen Zwischenstopp. Ob eine schicke Pizzeria oder ein Traditionskaffeehaus wie das Café Hummel – auch kulinarisch kommt hier im Achten jeder auf seine Kosten.


 

Große Geschichte. Apropos Tradition: Historisch gesehen ist die Josefstadt eine relativ junge Vorstadt. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts bestand das Gelände in erster Linie aus Äckern und Weingärten. Die Schirmherrschaft des sogenannten Rottenhofs, der sich nahe des heutigen Palais Auersperg befand, hatte Ippolito Marchese Mala­spina inne. Im Jahre 1700 verkaufte der Gutsbesitzer seine Ländereien an die Stadt Wien und die offizielle „Geburtsstunde“ des Bezirks – der nach dem Kronprinzen und späteren Kaiser Joseph I. benannt ist – war damit beschlossen. Zwischen 1700 und 1720 wurden in den Vorstädten Josefstadt, Alsergrund und Strozzigrund mehrere Adelspalais errichtet. Vier dieser Palais sind heute noch erhalten: Auersperg, Damian, Schönborn und Strozzi. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich aus dem einstigen Gutshof eine blühende Nebenmetropole mit vielen handwerklichen Betrieben. Trotz aller Veränderungen im Lauf der vergangenen 300 Jahre ist der ­Josefstadt ein gewisses Maß an Flair dieser Zeit geblieben – ein feiner Wohnbezirk mit einer großen Anzahl an ­verschiedensten Geschäften, darunter auch zahlreiche Handwerksbetriebe.

 

„Der Bezirk der ­kurzen Wege“ 

Besuch in der Bezirksvorstehung. Über den charakteristischen Charme der Josefstadt weiß wohl kaum jemand besser Bescheid als Bezirksvorsteherin Mag. Veronika Mickel-Göttfert. Sie ­erklärt, warum der Bezirk perfekt zum Wohnen, zum Leben und zum Einkaufen ist – und was die BewohnerInnen, aber auch die BesucherInnen ­schätzen: „Es ist die persönliche Begegnung, die individuelle Beratung in den Geschäften, die perfekte Nahversorgung, denn man bekommt praktisch alles – vom alltäglich Notwendigen bis zum Außer­gewöhnlichen.“ Überdies, so die Bezirks­vorsteherin, gebe es in den verschiedenen Bezirksteilen jede Menge persönliches Flair. „Das Grätzl wird ­geprägt vom aktiven Geschäftsleben, oft ist die Eigentümerin bzw. der Eigentümer des Geschäfts ,die Marke‘ selbst, nichts ist anonym.“ Außerdem, so Mag. Veronika Mickel-Göttfert zu look!, habe die geringe Größe des Bezirks enorme Vorteile: „Die Josefstadt ist auch der Bezirk der kurzen Wege, die bevorzugt zu Fuß oder per Rad bewältigt werden.“


Zusammenhalt. Wie bequem der Bezirk zu Fuß zu erkunden ist, erleben wir bei unserem Shopping-Spaziergang durch die Josefstadt. Dabei zeigt sich auch, wie groß hier Gemeinschaftlichkeit geschrieben wird. Eine Bewohnerin, mit der wir ins Plaudern kommen, erzählt etwa, dass an vielen Plätzen des Bezirks Wochenmärkte abgehalten werden, die auch als Treffpunkt dienen. Überdies werden in der Josefstadt zahlreiche Sozialprojekte realisiert. Von viel Initiative zeugen auch die sogenannten „­Urban Gardening“-­Verbände, deren Mitglieder ungenutzte Freiräume dekorieren und einige Gassen mit selbst gefertigten Hochbeeten und Sitzgelegenheiten attraktiver gestalten. Eine Tatsache, die von den AnrainerInnen sehr geschätzt wird und großen Zusammenhalt beweist. Diesem ist  es auch zu verdanken, dass in der Josefstadt - dank der Unterstützung der NachbarInnen - kleine Geschäfte Fuß fassen können.

 

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