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Lifestyle | 23.11.2021

Tipps für eine gesunde Psyche

Der österreichweite Lockdown ab Montag, 22. November 2021, bringt wieder vermehrt Angst, Stress und Erschöpfung. Die klinische Psychologin Manuela Hos aus dem Trinicum Zentrum für Integrative Medizin und Schmerztherapie in Wien, zeigt, wie man den eigenen Fokus auf tagtägliche Corona-Themen abschwächt und sich zugunsten der Psychohygiene auf andere Interessen zurückbesinnt.

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SET YOUR BOUNDARIES. Die Grenze, wie viel man konstruktiv mit Freunden oder Familie über das Thema Covid sprechen kann, muss man sich bewusstmachen und abstecken. © Pexels / Mikhail Nilov

Bewusste Abgrenzung

Stell dir die Frage: "Wie viel zum Thema halte ich aus?". Das Corona-Thema dominiert viele Gespräche. Dadurch kippt die allgemeine Stimmung im Raum oft schnell um. „Diese Stimmung saugt man auf und macht sie zur eigenen – am besten verlässt man den Raum, um sich davor zu schützen“, empfiehlt Manuela Hos. „Die Grenze, wie viel man über das Thema sprechen kann, muss man sich bewusstmachen und abstecken. Manche müssen mehr darüber sprechen als andere, um damit umzugehen.“ Die Expertin empfiehlt, sich selbst zu fragen: „Wie viele Informationen tun mir gut, um mich noch konstruktiv mit der Situation auseinanderzusetzen?“ Dies sollte man laut Hos auch im eigenen Medienkonsum hinterfragen.
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ACHTE AUF DEINE GEFÜHLSWELT. Wer trotz aller Bemühungen und Maßnahmen wie viel Bewegung und frischer Luft merkt, dass das Gemüt zunehmend schlechter wird, sollte professionelle Hilfe aufsuchen. Unbehandelt können diese Symptome langfristige Folgen für die psychische Gesundheit haben. © Pexels / Mart Production

Mehr Achtsamkeit

Wecke eigene Interessen. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen wie einem Lockdown ist es wichtig, eigene Interessen wieder zu wecken und feste Strukturen im Tagesablauf einzuführen“, erklärt Hos. „Darum sollte man sich auf das Hier und Jetzt fokussieren. Das kann man beispielsweise mit Achtsamkeitsübungen schaffen.“

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ZURÜCK ZU DIR SELBST. Vergiss nicht auf deine eigenen Interessen und Bedürfnisse. Nimm dir Zeit für dich. © Pexels / Anna Shvets

Dazu wird eine einfache Übung zur Gegenwartsorientierung empfohlen:

1. Nenne (laut oder für sich, je nach Umgebung) fünf Dinge, die du siehst, fünf Dinge, die du hörst und fünf Dinge, die du spürst. Das kann beispielsweise der Fuß im Schuh oder auf dem Fußboden sein oder das Haus vis-à-vis beim Blick aus dem Fenster.

2. In der zweiten Runde kannst du statt fünf Dingen nur noch vier Dinge pro Kategorie nennen(hören, sehen, spüren). Wiederholungen sind erlaubt!

3. Anschließend darfst du auf drei Dinge runter gehen, bis du am Ende bei einer Nennung pro Kategorie angekommen bist.

„Im Anschluss dieser Übung fühlt man sich im Hier und Jetzt angekommen. Ängste der Zukunft und Vergangenheit wandern augenblicklich in den Hintergrund“, erklärt Hos. „Die rasenden Gedanken und Sorgen verlagern sich so auf die äußere Umgebung.“

Wer trotz aller Bemühungen und Maßnahmen wie viel Bewegung und frischer Luft merkt, dass das Gemüt zunehmend schlechter wird, sollte professionelle Hilfe aufsuchen. „Unbehandelt können diese Symptome langfristige Folgen für die psychische Gesundheit haben besonders jetzt ist es wichtig, auf sich zu achten“, so Manuela Hos. „Bei Trinicum arbeiten unterschiedliche FachärztInnen, TherapeutInnen und Coaches Hand in Hand zusammen. Je nach aktueller Lebenssituation empfehlen wir dann eine individuelle, ganzheitliche Therapie.“

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Klinische Psychologin Mag. Manuela Hos von Trinicum © TRINICUM/Stöcher