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Lifestyle | 14.09.2021

Unsere Tipps zum Zero-Waste-Cooking

Lesen Sie hier alles darüber!

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© Shutterstock

Wie wäre es, wenn Sie beim Kochen keine Reste übrig behalten und alles verwerten können, ohne etwas wegwerfen zu müssen? Dieses Konzept weckt immer mehr das Interesse vieler Menschen und stellt eine gänzlich neue Vorgehensweise beim Kochen dar. Natürlich gab es die Subsistenzwirtschaft und die bestmögliche Entsorgung von Haushaltsmüll und Speiseresten seit der 70er-Jahre. Doch bisher begrenzte sich die Verwertung von Essensresten durch das Anlegen eines Komposthaufens oder das Werfen in den Bioeimer. Durch Zero-Waste-Cooking sollen Abfälle zu 100% vermieden und die Umwelt optimal geschont werden.

Alles verwerten, was die Lebensmittel hergeben

Es ist leichter, als Sie vielleicht denken. Probieren Sie es daher einfach einmal aus. Beim Bio-Gemüse können Sie zum Beispiel die Schalen auskochen oder pürieren und damit Saucen oder dekorative Püree-Nester fertigen. Obst bietet ebenfalls Möglichkeiten, die Schalen und Kerne zu verwenden. Obstschalen können getrocknet werden; Kerne lassen sich einpflanzen und mit etwas Geduld können Sie bald Ihre eigene Ernte feiern. Der Unterschied dieser Kochweise ohne Reste wird Ihnen ein komplett neues Gefühl für’s Kochen eröffnen. Während das Essen auf dem Herd köchelt, im Ofen backt oder auf dem Grill gart, können Sie Ihren Gedanken kurz eine Auszeit gönnen. Wie wäre es zum Beispiel in einem Online Casino 1 Euro Einzahlung vorzunehmen und kostenlos ein paar Automatenspiele zu spielen? Doch zurück zum Kochen ohne Reste. Das Herzstück dieses Konzepts sind die sogenannten fünf R-Worte.

Tipp 1: Refuse – Verzicht auf das, was nicht unbedingt gebraucht wird

Der Vorratsschrank oder die -kammer sind in vielen Haushalten gut gefüllt. Durch das regelmäßige Prüfen der Mindesthaltbarkeitsdaten der Lebensmittel können Sie frühzeitig erkennen, wann sie ablaufen, und sie rechtzeitig zu einem köstlichen Gericht verarbeiten. Die Überprüfung der Haltbarkeit bietet sich bei der Erstellung einer Einkaufsliste an. Sicher haben auch Sie schon einmal erlebt, dass Hunger tatsächlich der schlechteste Begleiter beim Einkaufen ist. Gehen Sie daher mit einer Einkaufsliste und nach dem Essen einkaufen. Da auch der Kauf von Speisen dem aktuellen Gefühlszustand unterworfen ist, hilft seltenes Einkaufen gezielt und bewusst das zu kaufen, was gebraucht wird.

Tipp 2: Reduce – Verwenden Sie erworbene Lebensmittel (Ressourcen) rechtzeitig

Sollten Sie doch Lebensmittel übrig haben, prüfen Sie, ob sie noch verzehrt werden können oder spenden Sie es der Tafel in Ihrer Region. Im Hinblick auf Ihre Lebensmittel in Ihrer Vorratskammer und Ihrem Kühlschrank sollten sich die geplanten Speisen der kommenden Tage ausrichten. Haben Sie keinen Appetit auf ein bereits gekauftes Lebensmittel, erwägen Sie es einzufrieren oder so zu verarbeiten, dass es haltbar gemacht wird. Kochen Sie zum Beispiel zu viel Obst zu Marmelade oder Kompott oder suchen Sie im Internet, welche Rezepte sich bei welchen Lebensmitteln empfehlen.

Tipp 3: Reuse – Wiederverwendung anstelle von Einweg

Beim Kochen wird nicht nur mit den Lebensmitteln, sondern auch mit Materialien zur Zubereitung gearbeitet. Küchenrollen sind dabei die Retter in so mancher Not. Doch leider wird damit Einweg-Müll produziert, der sich durch die Verwendung von waschbaren Tüchern einsparen lässt. Abfallfreier Einkauf und der Kauf von Produkten und Lebensmitteln mit keiner Verpackung ist das erklärte Ziel. Ein Konzept, das bereits durch immer mehr Unverpacktläden ein Teil des Stadtbildes geworden ist. Sehen Sie sich einmal in Ihrer Küche um, was Sie beim Kochen alles benötigen und wie Ihre favorisierten Lebensmittel verpackt sind.

Tipp 4: Recycling – Den Begriff verstehen und der Umwelt nachhaltig helfen

Hände weg von Plastik heißt es auch in diesem Jahr. Befindet sich auf der Verpackung das Pfandzeichen, dann kann zugegriffen werden. Was die Energiebilanz in Deutschland betrifft, sollten allerdings von Plastikverpackungen generell die Finger gelassen werden. Der wichtigste Grund hierbei ist, dass Plastik ohne Mehrweg-Markierung nicht auf Dauer recycelt, sondern downcycled werden. Das bedeutet, dass das Plastik bei jeder Weiterverwertung in eine immer minderwertigere Verwendung resultiert. Am Ende der Wiederverwertung steht letztlich die Verwertung auf der Müllkippe. Einzig der Weg bis dorthin wird durch Plastikrecycling verlängert. Damit dieser Kreislauf und die Nachfrage nach Plastik beendet werden, wird der Griff zu Lebensmitteln empfohlen, die in Glas oder in einem Karton verpackt sind.

Tipp 5: Rote – Kompostieren oder richtig wegwerfen

Bei diesem Thema muss das Augenmerk auf die Leaf-to-Root-Bewegung fallen. Diese besagt, dass sich mittlerweile Rezepte finden lassen, die Teile von Lebensmitteln thematisieren, die bisher direkt weggeworfen werden. Diese Routine deutscher Haushalte gilt es zu durchbrechen und wirklich nichts mehr wegzuwerfen. Viele Handlungen von heute basieren auf Unwissenheit von früher. Wurden noch in den 80ern Rhabarberblüten weggeworfen, lässt sich heute das Gericht Rhabarberblüte ausgebacken und süss-sauer finden. Auch Kürbisblätter müssen nicht wie sonst weggeworfen werden, sondern in einem köstlichen Gewürz-Püree landen. Zur Leaf-to-Root-Bewegung bei Gemüse und Obst gesellt sich die Nose-to-tail-Bewegung. Diese sagt aus, dass alle Teile eines Tieres komplett beim Kochen verwertet werden.

Tipp 6: Die Anzahl der vegetarischen und Fleischgerichte überdenken

Sowohl beim Gemüse- und Obstanbau als auch bei der Tierzucht zur Gewinnung von Fleisch, Geflügel oder Nahrungsmittel wie Eiern oder Milch gibt es vergleichsweise hohe Anteile, die weggeworfen werden. Allein die Massentierhaltung bringt viele Abfallprodukte, die bei der Verringerung von Fleischverzehr verringert werden können. Es ist nachweislich für die Umwelt von Vorteil und für die eigene Gesundheit kein Nachteil, den Verzehr von Fleisch und Geflügel pro Woche zu überdenken. Die Entscheidungen müssen dabei nicht langfristig angesetzt werden. Bereits ein oder zwei fleischfreie Tage können ein Kaufverhalten bewirken, das ein Zeichen in den fleischproduzierenden und -verwertenden Lebensmittelmarkt setzt.

Tipp 7: Schritt für Schritt das Koch- und Essverhalten in Zero-Waste-Cooking wandeln

Zero-Waste-Cooking sollte nachhaltig betrachtet und nicht von einem Tag zum anderen durchgeführt werden. Suchen Sie sich am Anfang vielleicht ein Lebensmittel aus, das Sie häufig kaufen und überlegen Sie sich ein Rezept für die Teile, die Sie normalerweise wegwerfen würden. Sehen Sie sich ebenfalls einmal an, welche Produkte Sie am häufigsten entsorgen müssen. Nachweislich ändert sich das Kochverhalten bereits, wenn man sich mit dem Thema Zero-Waste-Cooking beschäftigt und schmeckt, wie appetitlich das zubereitete Gericht ist. Zur Inspiration lassen sich viele Bücher, E-Books, YouTube-Videos und Blogs mit Tipps und Erfahrungsberichten finden. Genießen Sie die kulinarischen Erfahrungen, sparen Sie Geld und kaufen Sie nur das, was Sie auch tatsächlich zu Hause verwerten werden.