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Lifestyle | 01.03.2019

Unterwegs zu den versteckten Sehenswürdigkeiten von New York

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© Eric von NewYorkCity.de

In unserem ersten Teil hat unser New York Experte Eric uns bereits zu den schönsten Highlights in New York mitgenommen und gezeigt, was man auf gar keinen Fall im Big Apple verpassen sollte. Im zweiten Teil der New York Reise Serie zeigt er uns die Attraktionen, die weniger bekannt sind, aber den berühmten Sehenswürdigkeiten in nichts nachstehen. Wenn ihr also auf der Suche nach persönlichen Insidertipps seid, dann seid ihr hier richtig! So könnt auch ihr die Geheimnisse von New York City entdecken und euch wie echte New Yorker fühlen.  

 

Hoch oben über New York schweben

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© Eric von NewYorkCity.de

Für eine atemberaubende Aussicht über den Big Apple besuchen die meisten Touristen die bekannten Aussichtsplattformen der Stadt, man kann die Straßenschluchten von Manhattan aber auch auf andere Weise entdecken. Wie wäre es mit einer Fahrt hoch über New York? Dann auf zur 60th Street, Ecke Second Avenue! Hier verbindet die Luftseilbahn namens Roosevelt Island Tram seit 1976 Manhattan mit Roosevelt Island. Bei einer Fahrt mit dieser Bahn hat man an klaren Tagen eine wunderbare Sicht über den East River hinauf zur Upper East Side bis hinunter nach Turtle Bay und natürlich auf Roosevelt Island. Die 16.000 auf der Insel ansässigen New Yorker nutzen die Roosevelt Island Tram größtenteils zum Pendeln nach Manhattan und wenn man im Besitz der Unlimited MetroCard ist, dann ist die Fahrt sogar gratis. Das Ganze erinnert ein wenig an eine typische Seilbahn in den Bergen und die Bauweise wurde so realisiert, dass die Gondeln auch starken Windverhältnissen standhalten. Die Überfahrt dauert circa vier Minuten und wer ein wenig Zeit mitbringt, der kann wunderbar bei einem Spaziergang auf Roosevelt Island entspannen.


Wo Hudson und East River zusammenfließen

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© Eric von NewYorkCity.de

Bei Höhenangst empfiehlt sich die Fahrt mit der Roosevelt Island Tram natürlich nur bedingt. Eine gute Alternative um den Big Apple zu bewundern, ist eine Bootstour rund um Downtown Manhattan. Man kann die touristischen Sightseeing-Boote problemlos vorbeiziehen lassen (auch wenn diese natürlich auch eine gute Art für das Sightseeing sind) und stattdessen abends an Bord einer sogenannten Dinner Cruise, also einer Bootstour mit Abendessen in New York gehen. Viele New Yorker zelebrieren auf diese Art einen besonderen Abend oder nutzen es um gemütlich auszugehen. An Bord gibt es Essen jeweils in Buffet- oder Menüform, so dass für jeden Geschmack etwas Leckeres dabei ist. Bei dieser einzigartigen Aussicht auf die glitzernde Skyline schmeckt das Essen natürlich gleich viel besser, außerdem trägt es eindeutig zur besonderen Atmosphäre bei. Da die Schiffe meist sowohl auf dem Hudson River fahren als auch den East River ansteuern, sieht man wirklich viele von Manhattans Sehenswürdigkeiten. Wo sich die beiden Flüsse in der Mitte treffen, hat man übrigens einen perfekten Blick auf die erleuchtete Skyline. Nach dem Essen geht es auf die Tanzfläche, wo der DJ oder eine Liveband für einen stimmungsvollen Abschluss sorgen. Natürlich kann man es auch ruhig angehen lassen und sich oben an Deck den Fahrtwind um die Nase wehen lassen, der Freiheitsstatue winken oder mit den Wolkenkratzern von Downtown Manhattan für ein Foto posieren. 


Ein Stück der Geschichte Österreichs in New York

Wer die großen Museen in New York bereits besucht hat, ein wenig Sehnsucht nach der österreichischen Heimat hat oder eines der berühmtesten Gemälde der Kunstgeschichte sehen will, der sollte die Neue Galerie in New York nicht verpassen. Das Museum fokussiert sich ganz auf österreichische und deutsche Kunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Nicht nur die Kunstwerke sind sehenswert, ein Besuch lohnt sich auch schon weil das Gebäude ein herausragendes Bauwerk auf der Fifth Avenue ist. Unter den ausgestellten Künstlern befinden sich etwa Egon Schiele, Gustav Klimt, Otto Wagner, Adolf Loos und Koloman Moser, um nur einige zu nennen, so dass man sich fast wie im Wiener MuseumsQuartier fühlt. Für noch mehr österreichisches Flair sorgen die zwei hauseigenen Cafés, Sabarsky und Fledermaus genannt: Es ist hier absolut kein Widerspruch in einem Wiener Kaffeehaus mitten in New York zu sitzen!

Das Glanzstück der Sammlung ist die “Goldene Adele”, Klimts Portrait der Adele Bloch-Bauer I. 2006 erwarb Ronald Lauder das Klimt Kunstwerk für sage und schreibe 135 Millionen Dollar für die Neue Galerie. Die “Goldene Adele” war damit für lange Zeit das teuerste Gemälde der Welt. Berühmtheit erlangte das Kunstwerk auch, weil die Republik Österreich nach einem Rechtsstreit um die Restitution, das Gemälde der rechtmäßigen Erbin und Nichte von Adele Bloch-Bauer, Maria Altmann, übergeben musste. Die spannende Geschichte wurde 2015 übrigens als “Die Frau in Gold” mit Helen Mirren und Ryan Reynolds in den Hauptrollen verfilmt.

 
Grand Central Terminal - Architektonisches Meisterwerk

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© Eric von NewYorkCity.de

Ein weiteres berühmtes Kunstwerk findet man südlich der Neuen Galerie auf der 42nd Street. Es handelt sich genauer gesagt um das Grand Central Terminal, dem größten Bahnhof der Welt mit 44 Gleisen. Was an einem Bahnhof so besonders sein soll? Die Architektur natürlich! Ja, Grand Central ist bekannt, aber wird oft übersehen und in diesem architektonischen Meisterwerk stecken so einige Geheimnisse. Außerdem ist es dank der Haupthalle eines der schönsten Bauwerke in ganz New York, wenn nicht sogar der beeindruckendste Bahnhof der Welt. Es wirkt ein wenig, als wäre man mit einer Zeitmaschine ins Jahr 1913, dem Jahr der Eröffnung, transportiert worden. Die Kronleuchter, die historischen Ticketschalter und großen Fenster tragen nach wie vor zur vornehmen und stilvollen Atmosphäre bei. Ein Blick nach oben offenbart das prachtvolle Deckengemälde, das den Sternenhimmel mit den Sternzeichen darstellt. Außerdem kann man sich im Grand Central Terminal auf die Suche nach dem geheimen Gleis 61 machen, das unter anderem Präsident Franklin D. Roosevelt öfters nutzte und das direkt ins Waldorf Astoria Hotel führt. Auch die “Flüstergalerie”, die Whispering Gallery, sollte man ausprobieren. Und das Gute daran: Der Genuss dieser Augenweide ist von frühmorgens bis spätabends gratis zu besuchen. Wer sich nicht wirklich für Architektur und Kunst interessiert, der kann im Apple Store einkaufen oder sich die Leckereien des Grand Central Market oder der Northern Food Hall schmecken lassen.


Glamping mit Blick auf die Skyline von Manhattan

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© Eric von NewYorkCity.de

Liberty Island mit der Freiheitsstatue und Ellis Island sind heutzutage natürlich weltberühmte Sehenswürdigkeiten, die fast jeder New York Besucher schon einmal besucht oder zumindest gesehen hat. Weniger bekannt unter Touristen ist eine kleine Insel in der Upper New York Bay, nur einige Minuten mit der Fähre von Downtown Manhattan entfernt. Governors Island, so der Name der Insel, ist ein toller Geheimtipp und die meisten Besucher sind Einheimische, die im Sommer eine Auszeit vom Großstadtdschungel suchen. Wer schon immer davon geträumt hat, einmal aus einer ganz besonderen Perspektive auf die Skyline von New York City zu blicken oder mit Lagerfeuerromantik in Manhattan zu übernachten, für den ist Governors Island genau das Richtige! Ja, auf Governors Island kann man campen! Aber von wegen Zeltlager: Die Zelte, die man hier mieten kann, sind luxuriös ausgestattet, so dass man sich nachts in ein echtes Bett kuschelt. Grillen mit Aussicht auf das One World Trade Center und die Freiheitsstatue ist natürlich ebenfalls kein Problem. Im Englischen wird dies übrigens Glamping genannt, also eine Kombination aus Camping und Glamour. Es ist erst seit 2018 möglich auf Governors Island zu “glampen” - somit gehört eine Nacht hier auf jeden Fall nicht nur zu den ganz besonderen, sondern auch brandneuen Highlights, die der Big Apple zu bieten hat!

 

Auf der Suche nach mehr Geheimtipps? Viele weitere Tipps und Extras findet ihr in der gratis App Eric’s New York. Mit der App habt ihr jederzeit, auch offline, das geballte Wissen von Eric sowie den Plan für die Stadt und U-Bahn immer dabei. Bei allen Fragen rund um den Big Apple könnt ihr Eric ganz einfach eine E-Mail an eric@newyorkcity.de schreiben. Wer mehr Inspiration und täglich Bilder aus New York bewundern möchte, der folgt dem New York Experten einfach auf Facebook.