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Lifestyle | 09.08.2021

Wir überwinden Grenzen

Das Team des AXIS Medical Center in Piešt’any in der Slowakei bietet erstklassige Rehabilitation für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Kundenbetreuerin Anita Herman erzählt im look!-Interview warum hier außer- gewöhnliche Behandlungserfolge erzielt werden, die zudem nachhaltig sind. Plus: look! unterstützt Leserinnen mit schwer kranken Kindern.

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Ein beliebter Teil der Therapie: der AXIS Therapiehund. © AXIS

Die Atmosphäre ist tatsächlich besonders: kein typischer Krankenhausgeruch, sondern Kinderlachen, keine strengen Ärzte in weißenKitteln, sondern freundliche Therapeutinnen und Therapeuten, die sichtbar Spaß an ihrer Tätigkeit haben. Die Arbeit endet jedoch nicht mit der Rehabilitation. Neben der Entwicklung der motorischen, sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten der Patienten soll ihre Teilhabe im Alltag gestärkt und die Reintegration unterstützt werden.

look!: Was sind generell die Ziele der Neurorehabilitation?

Anita Herman: Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes der Reintegration zielt die Neurorehabilitation im weiteren Sinne auf eine Verbesserung der persönlichen Lebensumstände der Patienten ab, wir wollen ihnen durch funktionale Verbesserung maximale Selbstständigkeit ermöglichen. Oberstes Ziel ist die Wiedererlangung bestmöglicher Beweglichkeit sowie die Förderung der Selbstständigkeit und Lebenskraft des Patienten, um ihm die optimale (Re-)Integration in Alltag und Beruf zu ermöglichen. Pathologisch veränderte Bewegungsabläufe sollen wieder zu physiologischen umgewandelt werden, um die Optimierung und Ökonomisierung des Bewegungsverhaltens zu erzielen. Die motorische Förderung ist jedoch nur ein Teil des AXIS Konzepts. Großer Wert wird auch auf die Verbesse-
rung der kognitiven Leistungsfähigkeit und Stimulierung des Sprachzentrums gelegt.

Kann eine nur zweiwöchige Reha die Lebensqualität eines Patienten erhöhen?

Selbst nach einem zweiwöchigen Intensivkurs sind spürbare Verbesserungen zu erkennen. Natürlich lassen sich solche Effekte durch regelmäßige Übungen im Anschluss zu Hause und durch Wiederholungen der Intensivtherapie verstärken. Wir empfehlen dabei je nach konkreter Diagnose einen Rhythmus von mindestens zwei Intensivtherapien pro Jahr.

Ist nach der Entlassung eine weitere Therapie erforderlich?

Man kann diese Frage am besten mit einem Beispiel aus dem Sport erklären. Regelmäßiges Üben und Trainieren ist durch kein Trainingslager zu ersetzen, im Klartext, nach dem Intensivkurs erhalten sie von uns konkrete Übungspläne, um nicht zurückzufallen und den Zustand des Patienten zumindest stabil zu halten.

Werden die Begleitpersonen auch in die Therapie eingebunden?

Wir beraten die Eltern und binden sieje nach konkreter Patientensituation in die Therapie mit ein. Dabei steht der Behandlungserfolg und die Wünsche und Bedürfnisse der Familie im Vordergrund.
Die aktive Mitarbeit der Begleitpersonen ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Ziele in der Rehabilitation verfolgt und auch erreicht werden können. Durch die Einbeziehung der Eltern
wird die Rehabilitationsbereitschaft des Kindes und die Akzeptanz der therapeutischen Maßnahmen gefördert.

Gibt es spezielle Programme für die Begleitpersonen?

Die Kurinsel an sich, aber auch wir bieten Behandlungsmöglichkeiten und ein breites Spektrum an Freizeitmöglichkeiten, wie Wellnessbehandlungen, Wandern, Fahrradfahren, Golfspielen oder Tennis an. Auch die Begleitpersonen können einen individuell für sie zugeschnittenen Gesundheits-Check mit uns vereinbaren und ein persönliches Therapiepaket bekommen.

Wie gelingt es, Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu vermitteln?

Durch Einfühlungsvermögen, aktives Zuhören, persönliches Engagement, viel Erfahrung aber auch ehrliche, harte Arbeit. Der Patient erfährt persönliche Zuwendung und Anteilnahme in einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens. Die Therapeuten bestärken den Patienten in dem Glauben an die eigenen Ressourcen und fördern seine Zuversicht in die Zukunft. Am überzeu-
gendsten sind aber die vielen kleinen konkreten Erfolge in der Therapie sowie die positiven Beispiele anderer Patienten.

Übernehmen die österreichischen Gesundheitskassen Teile der Kosten?

Erstattungen der gesamten Intensivbehandlung sind immer eine Einzelfallentscheidung und bedürfen vorab der Genehmigung durch die österreichische Gesundheitskasse. Bei der ambulanten
Rehabilitation werden einzelne Behandlungen in genauer Anzahl verordnet. Die Kosten einer Auslandsbehandlung werden nach EU-Richtlinie bis zu der Höhe erstattet, die für eine Behandlung
im Heimatland angefallen wären.

 

 


AXIS MEDICAL CENTER

Die Mission ist, auf der Grundlage umfassender interdisziplinärer Verfahren eine erstklassige Rehabilitation für Patienten mit neurologischen Erkrankungen sowie eine umfassende Unterstützung für ihre Familien anzubieten.


Kúpeľný ostrov 3605/34

921 29 Piešťany, Slowakei

Tel.: +421 949 008 657

axis-medical.eu

look! HILFT KINDERN

look! unterstützt Leserinnen und deren Kinder mit einem Beitrag für ihren Aufenthalt im AXIS Medical Center. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Hermanova@axis-medical.eu

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SPIDERMAN: Unterschiedliche Therapieansätze vermitteln Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ziel ist es, ein höchstmögliches Maß an Unabhängigkeit im Alltag zu erreichen. © AXIS