Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 10.10.2019

Dagegen anschreiben

Gedanken zur Krankheit, Einblicke, die die Betroffene und ihre Angehörigen bewegen, Themen, die weiterhelfen. In digitalen Tagebüchern schildern an Brustkrebs erkrankte Frauen ihre Situation und unterstützen damit auch andere. look! hat zwei Brustkrebs-Bloggerinnen getroffen.

Bild Im Landesklinikum.png
Ein Bild von einem der zahlreichen Spitalsaufenthalte.

Mit 38 Jahren stellte sich das Leben von Claudia Altmann-Pospischek radikal auf den Kopf. Die in Wiener Neustadt als Pressereferentin Tätige erhielt die
Diagnose Brustkrebs und erfuhr, dass sie große Metastasen in der Leber und kleinere in den Knochen hatte. „Nach der Erstdiagnose begann ein Therapiemarathon mit so ziemlich allem – von mehreren Chemos bis hin zu diversen OPs“, erzählt sie. Erst vor kurzem erfuhr sie, dass der Krebs auch ins Bauchfell gestreut hatte. Dieses wurde ihr im Juli in einer neunstündigen Operation entfernt. Claudia gilt, wie sie selber sagt, als unheilbar. Aufgeben ist für sie allerdings keine Option.

Engagierte Aktivistin. Heute teilt Claudia Altmann-Pospischek ihr Leben mit Brustkrebs in Texten, Bildern und Videos als Autorin und Bloggerin auf ihren Social-Media-Kanälen. Zudem gibt sie auf der Onlineplattform selpers Kurse, um Krebspatienten mit rhetorischer Schlagfertigkeit auszurüsten. „Mein Blog richtet sich an alle Frauen mit Brustkrebs, ob metastasiert oder nicht, an alle Angehörigen sowie an alle Interessierten, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und informieren wollen.“ Sie bloggt täglich, beantwortet Fragen, reagiert auf Kommentare. „Ich habe begonnen, mein Leben mit Brustkrebs zu porträtieren, meine Wünsche und Ängste zu beschreiben. Ich möchte darüber informieren, wie es ist, Patient zu sein und Menschen zeigen, wie das Leben mit Krebs ist. Persönlich am Wichtigsten ist mir aber, Frauen zur Vor-sorge aufzufordern“, erklärt Claudia Altmann-Pospischek. Daneben teilt sie aber auch gerne Beiträge ihrer Reisen, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter gerne und oft unternimmt.

Facebook: Claudias Cancer Challenge

Instagram: claudiascancerchallenge

Bild image00006.png
Die Mutmacherin. Paulina Ellerbrock hat die Krankheit überwunden und will nun Hoffnung schenken.

Sehr persönlich. Die in Hamburg lebende Paulina Ellerbrock ist Mutter und Bloggerin. Ihre Reise mit Krebs hat sie bereits hinter sich, auf ihrem Blog kann man ihre Erfahrungen nach­lesen. „Ich führe ihn wie ein Tagebuch und erzähle von allen meinen Lebensbereichen. Ich habe die Krankheit hinter mir und beschreibe mein Leben mit Krebs oft in der Retrospektive.“ Außerdem spricht Paulina einmal wöchentlich mit Alexandra, ihrer Kollegin, im Podcast „2 Frauen 2 Brüste“ über das Thema Krebs. „Als ich meine Diagnose bekommen habe, fühlte ich mich überhaupt nicht so, als ob ich mit den anderen Erkrankten in der Onkologie etwas 

gemeinsam hätte“, erinnert sie sich an den Beginn. „Ich hatte lange Haare und war sonnengebräunt, während alle um mich herum irgendwie krank aussahen. Das hat mir damals schon Angst gemacht!“ Und es hat sie motiviert, selber aktiv zu werden. „Ich habe zunächst im Internet nach Frauen wie mir gesucht, die vielleicht etwas von ihrer Reise teilen würden. Doch dann habe ich beschlossen, selbst diese Frau zu werden! Außerdem war es für mich so einfacher, meinen Freunden und Verwandten einen Einblick in mein Leben zu schenken.“ Paulina Ellerbrock postet täglich Storys auf Instagram und schreibt in ihrem Blog monatlich einen Rückblick. „Das ist für mich wie eine Meditationseinheit!“

paulinapaulette.com

2frauen2brueste.podigee.io

Instagram: paulinapaulette_