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People | 14.11.2019

Eine Löwenmutter als Supermodel

Während Tochter Victoria ihre limitierte Kollektion für Calzedonia präsentiert, sorgt Alexandra Swarovski mit einem exklusiven Popp & Kretschmer-Fotoshooting für Furore. Eine einmalige Aktion, denn die 45-jährige Businessfrau agiert lieber im Hintergrund.

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“ Man muss sich selbst treu bleiben und authentisch sein, dann strahlt man Schönheit aus.“© beigestellt

Natürlich führt Alexandra Swarovski ein privilegiertes Leben, reist – in erster Linie aus beruflichen Gründen – viel, aber dessen ist sie sich bewusst. Und sie genießt es. Auch ihr Ausflug als Model habe ihr großen Spaß bereitet, erzählt die Tirolerin. Sie wurde gefragt, weil sie u. a. die Top-Fotografin Rafaela Pröll sehr gut kenne, das Modehaus Popp & Kretschmer sein 130-jähriges Jubiläum feiere und sie zudem Kundin des Modetempels sei. „Es war ein schöner und sehr lustiger Nachmittag. Aber dabei bleibt es“, sagt die 45-Jährige lachend, denn sie gehört nicht zu -jenen, die ins Scheinwerferlicht drängen. Und wer sie länger kennt, weiß, dass es sich nie anders verhielt. Selbst vor 20 Jahren als Moderedakteurin galt sie als freundliche wie fröhliche Kollegin. Ein g’standenes Naturmädel halt, das ebenso mit Interviews sehr sorgsam umgeht. Außer-dem reiche es, wenn ihre drei Ältesten – Victoria, Paulina und Maria Klara (die Tochter, die ihr Gatte mit in die Ehe brachte) – in den Medien sind. Laetitia, die jüngste Tochter, hat überhaupt ganz andere Pläne. Die 15-Jährige, die gerade ein Auslandsstudium absolviert, interessiert sich nämlich vor allem für Tiere und im speziellen für Meeresbiologie. „Sie schimpft auch immer, wenn wir – was ohnehin nicht oft vorkommt – Thunfisch essen.“

Am wohlsten fühlt sie sich daheim in Kitzbühel bzw. an der Seite ihres Gatten Michael Heinritzi, 67, den sie regelmäßig zu Events begleitet. Ihren feschen Mann mag sie nämlich nicht alleine ausgehen lassen: „Weil ich eifersüchtig bin, ja. Eine gesunde Eifersucht ist ganz normal und gehört dazu.“

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EYECATCHER. Alexandra Swarovski mit ihren Töchtern Paulina (l.), 20, und Victoria (r.), 26, aus erster Ehe mit Paul Swarvoski. © beigestellt

Verantwortung. Swarovski, die ein eigenes Innenarchitekturbüro leitet und viel mit ihrem Ehemann (der mit mehr als 50 McDonald’s-Filialen Europas erfolgreichster Lizenznehmer ist) quasi Hand in Hand arbeitet, liegen als vierfacher Mutter auch die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr am Herzen. Denn wir alle tragen eine Verantwortung unseren Kindern und Kindeskindern gegenüber, weiß Swarovski.

look: Gratulation zu den großartigen Fotos. Haben Sie nie darüber nachgedacht, öfter zu modeln?

Alexandra Swarovksi: Danke, aber ein ganz klares Nein. (lacht)Das war ein einmaliger Ausflug, den ich sehr genossen habe, aber es bleibt bei diesem einen.

Ihre perfekte Figur verlangt sicher extrem viel Disziplin …?

Ich lebe gesund, aber wenn ich Lust auf etwas Deftiges wie Burger oder Pasta verspüre, dann esse ich es. Ich kasteie mich nicht, dazu esse ich viel zu gern.Von strikten Diäten halte ich nichts. Allerdings muss ich gestehen, dass ich aufgrund meiner erblichen Veranlagung nicht zu großem Übergewicht neige.

Sie können essen, was Sie wollen?

Nein. Nach dem Urlaub heißt es meist auch für mich, aufzupassen bzw. etwas an Gewicht zu verlieren, aber dann esse ich einfach weniger. Damit bin ich bisher sehr gut gefahren. Hinzu kommt, dass ich viel Sport betreibe und regelmäßig ins Fitnesscenter gehe. Vor allem das Hüpfen auf kleinen Trampolinen ist toll und stärkt zudem den Beckenboden. Und neuerdings setze ich auf Gravity-Training, bei dem man mit dem eigenen Gewicht gegen die Schwerkraft arbeitet.

 

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BEFLÜGELND. Ein Foto voller Lebensfreude: Alexandra Swarovski in Stiefeln von Hunter und schwarz-weißer Weste von Fontana. Das farbenprächtige Outfit ist von Katrantzou (o.). © beigestellt

"Mein Tipp zum Thema Älter- werden? Nicht groß darüber  nachdenken!"

- Alexandra Swarovski

Man könnte meinen, Sie führen ein Jetset-Leben mit viel Sonne, Strand, Shopping & Schönheitsbehandlungen …

Nein, überhaupt nicht. (lacht) Ich habe ein eigenes Innenarchitektur-büro, leite viele Projekte bzw. arbeite mit meinem Mann sehr oft zusammen. Aber jeder hat sein eigenes Aufgabengebiet und das funktioniert super. Ich war immer berufstätig, weil ich es wichtig finde, aktiv zu sein. Außerdem habe ich mich mit meinem Mann an einer Firma beteiligt, die ein rein biologisches „Wundermittel“ produziert hat.

Ein Wundermittel?

Es handelt sich um ein rein österreichisches Produkt, bei dem jetzt alle Studien durch sind und das nun so weit ist, dass wir es Anfang nächsten Jahres lancieren. Mehr möchte ich im Vorfeld noch nicht verraten. Später dann sehr gern, weil es wirklich einzigartig ist.

 

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© beigestellt

Wie sehr sind Sie in das Management Ihrer Tochter Victoria involviert?

Überhaupt nicht. Ich stehe beratend zur Seite, wenn sie mich braucht, aber Victoria hat ihr eigenes Management, auch ihr PR- und Pressebüro und das ist gut bzw. wichtig. Sie macht ihr eigenes Ding, wie alle meine Töchter ihr eigenes Ding machen. Paulina studiert Innenarchitektur in London, Maria Klara, mein „Bonuskind“, ist mit ihrer Restaurantkette L’Osteria sehr erfolgreich. Und meine Jüngste, Laetitia, macht gerade ein Auslandsstudium in Spanien. Sie ist ganz wild auf Tiere. Eine zweite Greta Thunberg ist sie zwar noch nicht, aber sie scheint auf dem Weg dorthin.

Sie sind seit 2005 verheiratet und arbeiten zudem viel mit ihrem Mann zusammen. Haben Sie ein Rezept?

Nein, denn Beziehung bedeutet, dauernd daran zu arbeiten, ständig sein Bestes zu geben, nichts für selbstverständlich zu nehmen – und sollte das eines Tages nicht mehr reichen, muss man Konsequenzen ziehen. Ich habe einen tollen Mann, den ich res-pektiere und auf den ich sehr stolz bin. Und umgekehrt verhält es sich genauso, hoffe ich zumindest. (lacht)

Ihre Tipps zum Thema Älterwerden?

Nicht groß darüber nachzudenken. Um ehrlich zu sein: Ich habe mich damit noch nie wirklich befasst und es ist jetzt auch kein Riesenschock, nicht mehr ganz jung zu sein. Im Grunde genommen ist Älterwerden schön, weil man siche-rer und angekommen ist. Die große Panik habe ich also nicht. (lacht)

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MONDÄN AUF DEM RED CARPET. Alexandra Swarovski mit Ehemann Michael Heinritzi und Fiona Pacifico Griffini-Grasser (r.). © beigestellt

"Beziehung bedeutet, dauernd daran zu arbeiten und ständig sein Bestes zu geben."

-Alexandra Swarovski 

Schöne Frauen, sagt man, halten meist krampfhaft an der Jugend fest … 

Ich galt schon als junge Frau eher als klassischer Typ, das junge Girlie war ich nie. Vielleicht ziehe ich das eine oder ande-re nicht mehr an, aber ansonsten sehe ich keine große Veränderung. Obwohl es schon Tage in Umkleidekabinen gibt, die -einen gar nicht erfreuen. (lacht)

Wie definieren Sie Schönheit?

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich Coco Chanel zitieren, die meinte: „Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du beschließt, du selbst zu sein!“ Wenn man sich selbst treu bleibt und authentisch ist, strahlt man einfach Schönheit aus. Und zwar von innen und außen.

Unsere „Women of the Year“-Gala widmet sich heuer dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Wie stehen Sie dazu?

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das uns alle betrifft. Wir haben nur diesen einen Planeten und daher auch nur begrenz-te Ressourcen, die es vernünftig und bedacht zu nutzen gilt – als Mutter und mit dem Blick auf die neue Generation. Jeder kann und sollte hier seinen Beitrag leisten, wo er kann. Selbst wenn man nur konsequent den Müll trennt, beim Einkauf darauf schaut, woher die Produkte kommen und wie sie produziert werden, oder eben -darauf achtet, auf Plastik zu verzichten, wo es nur geht. Meine jüngste Tochter ist – wie bereits erwähnt – unse-re Spezialistin in Sachen Nachhaltigkeit und Umwelt-schutz. Und wir lernen sehr gern von ihr.

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VERY COOL. Victoria und Alexandra Swarovski im aufregenden Glam-Look.