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People | 07.09.2018

Einmal noch verlieben

Kult. Rechtzeitig zum 86er am 11. Oktober erscheint seine neue Biografie „Die Lugner Story“. Im sehr persönlichen look!-Talk spricht der Umtriebige über letzte Wünsche. „Eine ordentliche, anständige Frau.“

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EIN PHÄNOMEN. Richard Lugner, 85, Anwaltssohn, Unternehmer und Selfmademan, blickt auf ein spannendes Leben zurück.

Erst vor wenigen Tagen kehrte er von ATV-Dreharbeiten für „Die Lugners“ (Sendetermin am 6. und 13. 9.) aus Venedig zurück, schon düst er zu einem beruflichen Termin nach Deutschland, um am Wochenende ins Zillertal zu fliegen bzw. tags davor einen Kirtag in Wien zu besuchen. Mit seinen „Tierchen“ Bambi, Käfer & Co, weil allein sein mag der gesellige Unternehmer gar nicht. Dabei rennen ihm die Damen ohnehin die Tür ein. „Nein, so viele sind’s nicht mehr. Aber ja, Fotos und E-Mails krieg ich schon immer wieder. Eine war dabei, die hatte neun Kinder! Ja, das ist wahr!“, verrät Richard Lugner lachend. Außerdem gebe es derzeit jemanden, den er still und heimlich treffe. Mal schauen, was daraus wird.

 

look: Werden Sie nun – nach fünf Ehen und einigen Beziehungen – den Rat Ihrer Astrologin Gerda Rogers befolgen und den Jahrgang ändern?

Richard Lugner: Es wird keine in meinem Alter sein, weil die Damen meist nicht mehr sehr rüstig sind (lacht), aber eine 25-Jährige auch nicht. Dabei interessieren sich doch gerade viele sehr junge Frauen für Sie.

 

Gestatten Sie die Frage: Warum, meinen Sie, ist das so?

Vielleicht, weil sie berühmt werden wollen oder des Geldes wegen – das kann viele Gründe haben. Karl Wlaschek hatte damit ja auch seine Probleme, dem sind ja noch mehr Frauen nachgestiegen als mir (lacht).

 

Möchten Sie denn nicht um Ihrer selbst willen geliebt werden?

Ja, aber wie stellt man das fest? Ich treffe derzeit eine Frau Ende 40, die ich sehr schätze, von der mir aber die Rogers abrät, weil sie im Sternzeichen Schütze geboren ist. Aber die Rogers rät mir auch vom Käfer sehr ab (lacht). Und die Andrea vom Badesee, ein Steinbock, der laut Astrologie gut zum mir passt, hat einen völlig anderen Lebensrhythmus als ich. Wir sind von der Eden Bar eh schon um halb eins heim, aber sie war dann zwei Tage lang erschöpft.

 

Möchten Sie sich noch mal verlieben?

Das wird notwendig sein (lacht). Der Zug geht schon dahin, wieder mit einer Frau zu leben. Ich war vor kurzem am Wochenende allein daheim und es fehlte mir jemand zum Reden und zum Kuscheln.

 

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ERINNERUNGEN. Wenn Richard Lugner in alten Fotoalben blättert, geht ihm das Herz auf. Vor allem, wenn er über seinen Vater spricht.

Sind Sie sonst glücklich?

Schauen Sie, heute habe ich keinen guten Tag. Ich hatte schon eine Besprechung, die auch nicht lustig war. Aber grundsätzlich bin ich glücklich, mir geht es ja nicht schlecht.

 

Erst ATV-Drehs, dann gleich ein Spot für Ihr Kino. Gibt’s schon Termine für „Wir sind Kaiser“ bzw. für neue „Die Lugners“-Folgen?

Vorerst habe ich zwei Drehtermine für „Wir sind Kaiser“ im November, vieles andere ist noch in Planung. Vergangenes Jahr habe ich mehr gemacht. Aber die Zeitungen brauchen jetzt ohnehin einmal ein bisserl eine Pause vom Lugner, weil ich ja in jüngster Zeit sehr oft in den Medien war (lacht).

 

Und Sie? Brauchen Sie nicht auch einmal eine kleine Pause vom Lugner?

Nein, das schaffe ich schon. Ich bin gesund und schau’, dass ich viel schlafe.

 

Warum wollten Sie nach der ersten Biografie nun eine neue?

Die erste ist ja schon elf Jahre alt, und inzwischen passierte sehr viel. Außerdem wollte ich ein neues Buch für meine Enkel. Seit kurzem bin ich übrigens vierfacher Großvater. Meine Tochter Nadin, die in Las Vegas lebt, hat einen Sohn auf die Welt gebracht.

 

Apropos – wer wird denn Ihr Lebenswerk weiterführen?

Da bin ich mir noch nicht sicher, und das belastet mich, freilich. Ich bin relativ gesund, und einige Jahre möchte ich schon noch auf dieser Welt verbringen, aber die Frage, wer einmal alles übernimmt, sollte doch in absehbarer Zukunft geklärt sein.

 

Ihre drei Wünsche an die gute Fee?

Eine gescheite, also ordentliche bzw. anständige Frau, beruflicher Erfolg und Gesundheit.

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EINZIGARTIG. „Die Lugner Story“ (mit vielen Fotos) erscheint am 11. Oktober (Ueberreuter Sachbuch).

Text Andrea Buday
Fotos Stefan Diesner