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People | 18.06.2018

Innovation braucht Mut

Visionär. Bettina Türk und Michael Zettel von Accenture über die Herausforderungen der Zukunft und passgenaue Lösungsansätze. Motto: „Wir sind Möglichmacher!“

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Dream-Team. Bettina Türk und Michael Zettel von Accenture im großen look!- Talk über die Herausforderungen des Digitalen. © Stefan Joham

Im großen look!-Interview erklären Bettina Türk (Managing Director) und Michael Zettel (Country Managing Director) von Accenture ihre Unternehmensphilosophie und erläutern ihre Idee von nachhaltig digitaler Innovation. Außerdem: Warum Frauen-Power bei Accenture so wichtig ist. Der Talk.

 

look: Accenture ist ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen, das ein breites Portfolio von Services und Lösungen in den Bereichen Strategie, Consulting, Digital, Technologie und Operations anbietet. Was genau?

Michael Zettel: Digitalisierung ist unsere Kernkompetenz – wir sind mehr als Unternehmensberater. Wir verstehen uns als „Möglichmacher“ an der Schnittstelle von Technologie und Mensch. Es ist Teil unserer DNA, dass jeder Ein­zelne sein Wissen und seine Erfahrungen mit Leidenschaft und Mut einbringt. Mit dem Ziel, nachhaltige digitale Innovationen zu entwickeln und auf Schiene zu bringen – im Team gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern. Wir unterziehen uns auch selbst einer ständigen Transformation. Wir entwickeln nicht nur Lösungen für und mit unseren Kunden, wir sind als Einzige in der Lage, sie aus einer Hand umzusetzen: von der Strategie über die Implementierung bis zum laufenden Betrieb. Wir sind mehr Unternehmer als Berater.

 

Wie können wir uns diese nachhaltige digitale Innovation vorstellen?

MZ: Innovation muss vor allem im Kerngeschäft angewendet und innerhalb der Organisation gelebt werden. Die vermeintlichen Vorbilder Uber, Airbnb & Co geben hier ein vollkommen falsches Bild ab, was Innovation bedeutet. Es geht nicht nur um neue Geschäftsmodelle – es geht vor allem um Transformation des Kerngeschäfts, in vielen kleinen und einigen großen Schritten. Es geht bei Innovation daher nicht nur um die Idee. Es ist der ganze Prozess davor und danach. Wir verstehen uns als Innovationstreiber, wir entfachen Innovation gemeinsam mit unseren Kunden, wir befeuern den Innovationsprozess, um neue und innovative Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das gibt unseren Kunden den Wettbewerbsvorteil, den sie im Zeitalter der Digitalisierung brauchen.

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Frauen-Power. Bettina Türk setzt sich stark für einen hohen Frauenanteil bei Accenture ein. © Stefan Joham

Der Kundenfokus spielt dabei eine große Rolle?

MZ: Ja, und wir gehen noch weiter. Wir betrachten die Aufgabe aus der Per_spektive der Kunden unserer Kunden. Der Endkunde steht vielfach im Mittelpunkt unserer Arbeit. Das ist nötig, denn der Endkunde ist heute sehr verwöhnt. Er genießt auf einer Plattform den Komfort vom „1-Click-Shopping“. Diesen Anspruch stellt er dann an alle anderen Portale – beim E-Banking, beim Fahrschein-Kauf, beim Antrag für die Familienbeihilfe. Zudem werden Produkte und Dienstleistungen immer auswechselbarer. Der Mehrwert, der Unterschied muss auf einer anderen Ebene geschaffen werden: beim perfekten Kundenerlebnis.

 

Für welche Branchen ist das relevant?

MZ: Für alle. Denn die Digitalisierung lässt keine Branche aus. Jede Branche in jedem Land muss sich dieser Herausforderung stellen. Es gab sicher Branchen, die dem Einsatz neuer Technologien von Anfang an offener gegenübergestanden sind als andere. Aber heute kann man sagen, dass es jede Branche betrifft: Oder hätten Sie vor ein paar Jahren gedacht, dass die Hotel-Branche weltweit unter Druck gerät?
Wie verändert sich Accenture?

Bettina Türk: Wir stellen an uns selbst vermutlich den höchsten Anspruch: Wir entwickeln unser Geschäftsmodell, unsere Organisation und unsere Geschäftsfelder stetig weiter. Mittlerweile haben wir weltweit ein Team von über 442.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – rund um den Globus. Lokal ist uns auch wichtig – wir sind mehr als 500 Mitarbeiter in Österreich. Wir arbeiten sehr divers, denn Teams mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Blickwinkeln sind immer die innovativsten.

 

Accenture engagiert sich sehr stark für Frauen und Technologie. Wie wird das im Unternehmen gelebt?

BT: Das beginnt im Recruiting und zieht sich durch die gesamte Karriere. Wir haben viele Initiativen, die besonders auf die Förderung von Frauen abzielen, wie zum Beispiel Mentoring-Programme, Trainings oder Networking-Platt­formen, mit denen wir den Austausch untereinander auf allen Ebenen fördern. Es werden gleichzeitig auch die digitale Kompetenz, die Karriereplanung und die Technologieaffinität gefördert. Ich bin seit 2012 im Unternehmen und schätze es sehr, dass Accenture Karrieremodelle anbietet, die Frauen und Männer in den unterschiedlichen Lebensphasen abholen und unterstützen. Seien es eine län­gere Auszeit, um besonderen Interessen nachzugehen, oder diverse Teilzeitmodelle, um Beruf und Privatleben optimal zu verbinden.

 

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,,Accenture als Unter­nehmen unterzieht sich selbst einer ständigen Transformation.", so Michael Zettel. © Stefan Joham

Wie kann man sich das vorstellen?

BT: Aktuell arbeite ich in einem Teilzeitmodell, das mir ermöglicht, meine Familie und meine Karriere unter einen Hut zu bekommen. Auch auf der höchsten Management-Ebene, auf der ich mich seit letztem Jahr befinde, ist diese Flexibilität möglich und wird vom Unternehmen unterstützt. Viele meiner Kollegen nutzen auch diese Flexibilität für ihr persönliches Engagement neben dem Beruf, um ein Start-up zu gründen, ein sport­liches Ziel zu verfolgen, Yoga-Trainer zu sein. Wir setzen bei Accenture auf eine Kultur, die von Diversität und der Vielfalt der Impulse lebt, eine Kultur, in der jeder individuell wachsen kann.

 


Wie hoch ist der Frauenanteil bei Accenture heute?

BT: Wir hatten im Juni 2017 auf globaler Ebene einen Frauenanteil von 40 Prozent und ich bin zuversichtlich, dass wir uns auch hier wieder verbessern konnten. Accenture arbeitet an einem ehrgeizigen Ziel: Im Jahr 2025 wollen wir eine Gleichstellung der Geschlechter mit einem 50-prozentigen Frauenanteil haben. Es werden gleichzeitig auch ganz gezielt Frauen in Führungspositionen gefördert: Bis 2020 sollen 25 Prozent aller Managing Director-Positionen mit Frauen besetzt sein.