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People | 06.04.2021

NADINE!

Ein Model mit Message: Nadine mischt in der internationalen Fashionwelt erfolgreich mit. Warum sie den Begriff „Curvy Model“ mittlerweile verteufelt und man sich ihren Augenbrauen besser nicht nähern sollte, erzählt unser glanzvolles look!-Cover-Gesicht im Talk.

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© Sigrid Mayer

Wo diese „Plus Size“ an ihr dran sein soll, fragt man sich tatsächlich: strahlend schön und gut gelaunt trotz Herrgottsfrühe tänzelt uns Nadine Mirada im knackengen Sportswear-Suit am Shooting-Set entgegen. Im internationalen Modelbusiness hat es die Linzerin geschafft. Weltweite Guess-Kampagnen, Verträge mit den renommiertesten Agenturen, ein luxuriöses Jetset-Leben... trotz Megaerfolg bleibt das Model mit den Wow-Rundungen am Boden. Die kapriziöse Diva mimt sie nur vor der Kamera...

STOLZ. Nach Claudia Schiffer, Gigi Hadid & Co lacht nun "unsere" Nadine von den Guess-Werbeplakaten. © Privat

 

look!: Wenn man dich sieht, kann man nicht glauben, dass du ein sogenanntes Übergrößen-Model bist.

Nadine Mirada: Die Bezeichnung „Plus-Size-Model“ ist wirklich total falsch. Selbst die Bezeichnung „Curvy Model“ mit Kleidergröße 38 ist bedenklich. In Amerika werde ich als ganz „normales” Model gesehen – hierzulande steche ich wegen meiner Größe und meiner natürlichen Kurven heraus. Die Bezeichnung „Curvy“ ist ja grundsätzlich nicht falsch für Frauen wie ich es bin. Ich habe Kurven und auf die bin ich auch sehr stolz. In Österreich haben wir die Situation, dass wir immer alles bewerten müssen und versuchen, Menschen zu kategorisieren. Das finde ich generell nicht zeitgemäß. Mein Wunsch wäre: dass sich jeder Mensch seiner Einzigartigkeit bewusst wird und diese mit Stolz auch ausstrahlt. Dann hätten wir viel mehr glückliche Menschen als zahlreiche unzufriedene und neidische Lookalikes.

 

 

LUFTBUSSI. Kein Alkohol, keine Drogen und immer vor Mitternacht im Bett: Das Austro-Model lebt gesund und kann über Diäten nur lachen – gut so! © Luise Reichert 

 

"Es ist ein ziemlich gutes Gefühl, sich in seinem Körper wohlzufühlen. Und der darf auch gerne weicher sein."

Nadine Mirada

 

Mittlerweile ist auch Wäsche-Gigant Victoria’s Secret aufgewacht und shootet Kampagnen mit normalgewichtigen Models. Hat man es jetzt im Modebusiness mit gesunden Maßen tatsächlich leichter oder ist diese Body-Positivity nur ein Trend mit Ablaufdatum, auf den jetzt alle aufspringen?


Ich finde diesen Wandel toll und denke nicht, dass es nur ein Trend ist. Es setzt sich von Jahr zu Jahr weltweit mehr durch. Und ich bin sehr froh meinen Teil als Role Model dazu beitragen zu dürfen. Ich bin der Meinung, dies ist auch genau, was die Frauenwelt sehen will.

Bei unserem Shooting warst du trotz Strapazen herrlich entspannt und ein echtes „Sweetheart“. Wann rastet Nadine Mirada eigentlich aus?

Jeder der mich kennt, weiß, dass ich sehr umgänglich und professionell bin. Ich kann aber böse werden, wenn ich nicht ernst genommen werde. Es gibt da so eine Geschichte, da wollte jemand am Set meine Augenbrauen – mein Markenzeichen! – rasieren. Long story short: Ich habe das Make-up für das Shooting selber finalisiert und der Visagist, hatte an diesem Tag fünf Stunden früher Feierabend. Ich muss nicht hofiert werden, aber wie schon gesagt, Respekt ist mir sehr wichtig.

Du bist jetzt auch das österreichische Testimonial für Yves Saint Laurent Beauty. Was verbindest du mit dem Luxuslabel? Und auf welche Produkte schwörst du?

Ich fühle mich sehr geehrt eine Luxusmarke wie YSL vertreten zu dürfen. YSL und mich verbindet außer Glamour auch, dass der Begründer Yves Saint Laurent als Revolutionär des Modedesigns betitelt wird. Also unkonventionelle Wege gehen und gerne elegant und gehoben, ja, das ist auch definitiv etwas, wo ich mich auch sehe. Den Teint Touche Éclat Highlighter und den Rouge Couture-Lippenstift habe ich immer dabei.

Bei unserem Make-up-Shooting haben wir ja ganz wilde Looks ausprobiert. Bist du privat auch so experimentierfreudig?


Das ist das tolle an diesem Beruf, man probiert immer wieder neue Looks aus, ich liebe es. Privat liebe ich es natürlich glamourös und zeitlos. Cat-Eyeliner in Schwarz, nude Lips und natürlich der Glow dürfen nicht fehlen. An meinen sehr wenigen freien Tagen liebe ich es aber auch ungeschminkt zu sein und gönne meiner Haut auch etwas Pause.

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© Sigrid Mayer
RUNDUM SCHÖN. Mirada als Monroe: Für ein Fashion-Shooting inszenierten die Mode Wien Couturiers Nadine als glamouröse Hollywood-Diva. Die ganze Strecke findest du hier!