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People | 01.08.2019

Shitstorm um Meghans Vogue Debüt

Herzogin Meghan arbeitet bei der September-Ausgabe der britischen Vogue mit. Die aktuellen Themen sind Gleichberechtigung, Umweltschutz und vieles mehr. Warum kassiert sie dafür so viel Kritik?

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@SussexRoyal / Camera Press / picturedesk.com

Meghan erkundet die edlen Flure von Vogue

Die September-Ausgabe der Vogue steht in der Modewelt immer besonders im Spotlight. In der neunten Ausgabe des Jahres werden nämlich die Modetrends für das restliche Jahr festlegt. Zurzeit steht die September-Ausgabe der britischen Vogue in allen Schlagzeilen, weil diese in Kooperation mit Meghan Markle, Herzogin von Sussex, entstanden ist.

Im Laufe der Zusammenarbeit zwischen Vogue und Meghan ist ein Interview mit ex First-Lady der USA und Publikumsliebling, Michelle Obama, entstanden, indem sich die beiden über Mutterschaft unterhalten. Besondere Aufmerksamkeit erregt jedoch das Titelblatt des Mode-Magazins! An diesem war Meghan auch beteiligt. Sie wählte 15 Frauen aus, die sich für Themen wie Vielfalt, Transgender-Rechte, Feminismus, Women-Empowering und Klimawandel einsetzen.

Die Zusammenarbeit mit Vogue ist für Meghan eine unfassbare Ehre. Besonders die Mitarbeit am Cover und das Interview mit keiner Geringeren als Michelle Obama ist eine "Once in a Lifetime-Chance". Die Vogue und Meghan selbst sind sehr stolz auf das Ergebnis. Da fragt man sich: worauf gründet sich der Shitstorm der Presse, der seit der Veröffentlichung des Covers in England wütet? 

 

 

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Sie will nur "Journalistin spielen"

Der Shitstorm ist, angesichts der Themen der Ausgabe, verwunderlich. Was gibt es denn an Gleichberechtigung auszusetzen? Es gibt einige Gründe für die schockierende Kritik: 

In erster Instanz geht es vielen Kritikern darum, dass Meghan als Teil der Royal-Family Alleingänge vermeiden sollte. Laut ihnen hätte Meghan ihre Zeit bei der Vogue auch sinnvoller investieren können. Sie sollte anstatt einem Medienhaus, dem Haus Windsor dienen und sich die Liebe des Volkes erarbeiten, so Sarah Vine von der "Daily Mail". Schließlich ist Meghan jetzt Herzogin und hat so einige Verpflichtungen. Zudem sei Vogue zu elitär und kein Magazin des Volkes. Der jungen Herzogin wird vorgeworfen nur Prestige erhaschen zu wollen und kurz mal "Journalistin" zu "spielen". Andere müssen für so eine Möglichkeit schließlich ihr Leben lang die Karriereleiter hinaufklettern. 

Zudem kommt, dass eine der Frauen auf dem Cover die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist. Diese facht immer wieder Debatten über die Beziehung der britischen Königsfamilie zu Neuseeland an und würde die Mächte gerne trennen. Einfach gesagt: sie will die Queen nicht mehr als Staatsoberhaupt von Neuseeland. Ganz klar rückt sich Meghan damit in ein schlechtes Licht bei der Queen. 

Unter Beschuss stehen auch die "Cover-Girls". Der Vorwurf ist, dass nur die High-Society auf das Cover kommt. Und das unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung. Schauspielerin Salma Hayek zum Beispiel, spricht sich gegen Gewalt an Frauen aus. Ihr Ehemann ist jedoch François-Henri Pinault, einer der größten Anzeigenkunden von Vogue. Würde eventuell jemand anders passender für ihre Rolle sein? Diese vermeintlich elitären Konstrukte werden Meghan vorgeworfen. 

Die Presse zieht über sie her als gäbe es kein Morgen. Piers Morgan von der "Daily Mail" – bekannter Brexit-Befürworter und Trump-Sympathisant – nutzt seine Stimme um sie zutiefst zu beleidigen. Er schreibt: "Als B-Klasse-Schauspielerin hat sie sich wahrscheinlich ihr ganzes Erwachsenenleben danach gesehnt, ein 'Vogue'-Star zu sein (...) Ich bin sicher, dass das Einzige, was wir alle im Moment am meisten auf der Welt brauchen, eine sagenhaft reiche und privilegierte Prinzessin ist, die uns aus ihrem mit Dienern beladenen Königsquartier heraus über das Privileg belehrt."

 

 

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Frauen, die die Welt verändern 

Jetzt stehen wir bei der Frage: nutzt Meghan ihren Status wirklich aus nur um sich ihre Träume verwirklichen zu können? Fakt ist: Meghan ist politisch, sie ist eigenständig und vor allem ist sie eine strake Frau, die sich nicht an die alten Muster des Königshauses anpasst. Ja, sie ist ein Royal, aber kein traditioneller Royal. Sie hat Interessen und Ideen für die sie einsteht.

Meghan auf ihr Ego zu reduzieren, wenn sie Feminismus und Zeitgeist zeigt, sind nichts als Versuche ihr den Mund zu verbieten. Bei allem Unverständnis der britische Presse: wir können Meghan verstehen. Sie traut sich Dinge andres anzugehen. 

In der Vogue geht es um Frauen, die die Welt verändern. Meghan verändert auch die Welt – zumindest die britische. Und das ist eine größere Leistung, als bei Pferderennen im Publikum zu sitzen und gut auszusehen. 

 

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