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People | 23.11.2021

Wir gehören zusammen!

Tanzprofi sowie „Dancing Stars“ ­Jurorin Maria Santner ließ Marco Angelini etwas zappeln. Doch der Arzt und Sänger vertraute auf sein Herz, eroberte die Traumfrau – und nun krönt Tochter Antonia ihre Liebe. Und die zwei sind glücklicher denn je.

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© Stefan Diesner

Treffpunkt Parkhotel Schön­brunn in Hietzing. Dort, wo vor mehr als sieben Jahren alles begann. Bei der Pres­sekonferenz zur 9. Staffel von „Dancings Stars“ (im Februar 2014) wurde Maria Santner Mar­co Angelini als Tanzpartnerin zugeteilt. Der Frauenschwarm, der drei Tage zuvor aus dem „Dschungelcamp“ zurückgekehrt war und damals als „Hansdampf in allen Gassen“ galt, war mehr oder weniger sofort Feuer und Flamme, die Ober­österreicherin beeindruckte das allerdings nicht sehr. Sie habe sich zwar von Anfang an gut mit ihm verstanden, aber so schnell ließ sich die Blondine vom Charme des Steirers mit italienischen Wurzeln nicht um den Finger wickeln. Er hingegen wuss­te schon recht bald, dass sie die Richtige ist. Und jetzt sind sie seit sieben Jahren zusammen – und auch Eltern: Tochter Antonia, die im September 2020 das Licht der Welt erblickte, perfektioniert ihr Glück. Sie ist auch immer dabei, wenn die beiden freitags zur „Dancing Stars“­-Show nach Wien fahren. Denn sie wolle ihre kleine Familie stets um sich wissen, erzählt die 35-­Jährige. Einer der Punkte, in denen das Paar sehr ähnlich tickt. „Wir brauchen viel Nähe“, sagt auch Angelini, der inzwischen als Facharzt für Viszeral­chirurgie am Klinikum Wels­Grieskirchen arbeitet – und in seiner Freizeit als Künst­ lermanager sowie Songwriter. Oftmals auch für andere Sänger, deren Namen er nicht verraten möchte. Eines gleich vorweg: Dieses Paar zu treffen bzw. zu interviewen, bereitet Freude.

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Maria Santner, 35, und Marco Angelini, 37, verbindet auch große Lebensfreude. Bei „Dancing Stars“ 2014 (o.) lernten sie einander kennen – und lieben. © Hans Leitner / Picturedesk.com

look!: Was genau ließ Sie so rasch wissen, dass Maria die Frau ist, mit der Sie Ihr Leben teilen wollen?

Marco Angelini: Ich habe relativ schnell überzuckert, dass Maria dieses Klischeehafte, das manchmal Blondinen vorauseilt, überhaupt nicht erfüllt. Undich dachte: „Wahnsinn, diese Frau schaut nicht nur sehr gut aus, sondern sie besitzt auch einen wunderbaren Charakter. Ich habe erkannt, welch bezaubernder Mensch hinter dieser Schönheit steckt – und es war um mich geschehen. (lacht)

Wie lange musste er Sie denn umwerben?

Maria Santner: Eigentlich bis zum Finale. Im Nachhinein hat mir erzählt, dass es ihm zwar wichtig war, tänzerisch weiterzukommen, aber noch mehr wollte er mich Woche für Woche davon überzeu­ gen, dass wir das perfekte Paar sind – und ich muss gestehen, er hat es erfolgreich geschafft. (beide lachen) Nach dem Finale der Show beschlossen wir beide dann, es aufrichtig und ehrlich miteinander zu probieren – und sieben Jahre später sitzen wir hier, haben eine gemeinsame Tochter und sind sehr glücklich und dankbar! 

Marco galt damals als Showman und Sonnyboy.

Santner: Das fand ich auch, aber genauso wie er meinte, dass ich das Blon­ dinen­Klischee nicht erfüllte, hat er dem Sonnyboy nicht entsprochen. Dass er sichals ein sehr bodenständiger Steirerbua mit Tiefgang entpuppte, damit hätte ich nicht gerechnet.

Waren Sie immer schon so oder hat die Liebe zu Maria diese Veränderung bewirkt?

Angelini: Grundsätzlich habe ich immer schon gewusst, was wichtig ist im Leben. Im Showbusiness vergisst man das manchmal leider, daher muss ich zugeben, dass mich Maria aus einer Pha­se, einer Art Showblase herausgerissen hat. Wir mochten einander relativ rasch, haben uns aber bis zum Schluss nie dazu geäußert. Weil es uns wichtig war, dass unsere Beziehung Zeit hatte, ehrlich und aufrichtig zu wachsen. Aber ich habe mir dauernd die Frage gestellt: „Wie wird es mit uns nach dieser Show weitergehen?“

Sie sind dann relativ bald zu Maria nach Oberösterreich übersiedelt.

Angelini: Wir wollten beide von Anfang an nicht, dass wir in Parellel­ welten – also sie in Sipbachzell, ich in Graz – leben. Und da mein Beruf als Arzt – ich war damals bereits mit dem Studium fertig – flexibler ist, bin ich nach Oberösterreich. Zudem wollte ich auch mein Studium nicht umsonst gemacht haben, es steckt nämlich viel Herzblut drinnen. Ich habe Maria gefragt, was sie davon halte, wenn ich mit einer Assistentenstelle für Chirurgie beginne. Sie befürwortete es sehr und sechs Jahre später bin ich Facharzt für Chirurgie am Klinikum Wels-­Grieskirchen.

Dennoch haben Sie 2018 erneut einen Song – „Bierzeltbraut“ – aufgenommen.

Angelini: Ja (lacht), Musiker bleibt man auf ewig. Das sind diese zwei Her­zen, die in meiner Brust schlagen. Für mich stellte es nie ein Problem dar, für andere manchmal schon. Dabei sind sich Musik und Medizin sehr ähnlich – beides kann Menschen heilen. Gerade während der Pandemie haben viele erstmals be­merkt, wie belastend es ist, wenn man kein Theater, keine Oper, kein Museum oder kein Konzert mehr besuchen kann.

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Santner genießt ihre Ausflüge ins Rampenlicht, aber ihre Familie ist für sie das Allerwichtigste. © Hans Leitner / Picturedesk.com

 

Wie geht es Ihnen dabei, dass Ihr Partner Chirurg und Musiker ist?

Santner: Für mich war es von Anfang an klar, dass diese zwei Leidenschaften immer in seinem Leben einen Platz ha­ben werden. Er ist ein Vollblutmusiker, aber gleichzeitig ist er mit Leib und Seele Chirurg. Ich wusste einerseits, dass Arzt­ sein ein Job ist, der extreme Sicherheit bietet und sehr erstrebenswert ist, ande­rerseits erkannte ich, dass man die Musik aus seinem Leben nicht wegstreichen kann und auch nicht soll, weil sie bis zu einem gewissen Grad auch als Ausgleich dient. Als seine Partnerin versuche ich, sehr offen zu sein – Marco hat immer sehr viele Ideen –, und ihn bestmöglich zu unterstützten.

Warum haben Sie bisher noch nicht geheiratet? Wer ziert sich?

Santner: Wir betrachten das The­ma sehr entspannt, sonst könnten wir ja damit in der Öffentlichkeit gar nicht so kokettieren. Heiraten besitzt eine schöne Bedeutung, aber da wir wissen, dass wir zusammengehören und wir eine Familie sind, brauchen wir nichts Schriftliches. Uns verbindet eine Herzenseinstellung und etwas, das man tagtäglich lebt und spürt. Aber irgendwann wird’s schon so weit sein.

Angelini: Manche Sachen passie­ren schneller, als man vielleicht glaubt! (lacht)

Antonia ist ein Wunschkind, oder?!

Santner: Ja, absolut. Wir haben nur ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es derart schnell funktioniert. (lacht)

Angelini: Man darf eben die Steirer nicht unterschätzen!

Sie wirken sehr harmonisch. Streiten Sie nie?

Angelini: Wir haben gleich zu Beginn unsere Grenzen abgesteckt, Maria hat klar gesagt, was sie will bzw. nicht will und ich ebenso. Da sind dann hinter den Kulissen schon ein paar Mal die Fetzen geflogen. Allerdings wissen wir jetzt, woran wir sind. Wir haben also gleich am Anfang alles bereinigt, nachdem wir beschlossen hatten, zusammenbleiben zu wollen.

Der stark ausgeprägte Familiensinn verbindet Sie ebenso?

Santner: Wir kommen beide aus sehr ausgeprägten Familien, so kann man das gut umschreiben. Wir sind beide das Nesterl gewohnt.

Angelini: Ja, und wir hatten beide ein liebevolles wie harmonisches Eltern­ haus, das uns Werte vermittelt hat – wie eben den der Familie. Du kommst heim und findest dort Halt. Die Show­Welt ist wunderbar, aber das wirklich Echte passiert woanders. Das sind die wertvol­ len Momente, die wir zu Hause erleben. Darum ist uns auch der enge Kontakt zwischen Antonia und ihren Großeltern sehr wichtig.

Santner: Wir brauchen einander gegenseitig, wir brauchen die Nähe, denn wir sind eine Einheit. Was ich noch ganz spannend finde, ist, dass wir beide den Alltag daheim sehr genießen können. So sehr wir die Ausflüge ins Showbiz lieben.

Tanzen Sie noch gemeinsam?

Angelini: Ich habe für dieses Leben schon genug getanzt. Fast würde ich sagen, ich hab schon zu viel getanzt! Es hat sich quasi ausgetanzt. (beide lachen)

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Marco Angelini: „Mein Traum war immer Heiraten, zwei Kindern sowie ein Haus in der Steiermark" © Stefan Diesner