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People | 08.12.2020

Kategorie „GIPFELSTÜRMERINNEN“: Virginia Ernst, Singer-Songwriterin

Virginia Ernst hat bei der Musik zielgerichtet den Weg zum Gipfel verfolgt. Ebenso fokussiert setzt sie sich für die „Make-A-Wish“-Foundation ein, und mit dem „World Women‘s Day“ tritt sie gegen die Unterdrückung der Frauen an. (Kategoriepartner: Tourismusverband Obertauern)

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© Stefan Diesner

„Ich hoffe, dass wir gemeinsam eine bessere Welt erschaffen, damit es uns allen besser geht“

 

look!: Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung im Rahmen der „Women of the Year“-Gala?

Virginia Ernst: Ich bin wahnsinnig geehrt, dass ich diesen Award entgegen nehmen darf. Ich mache ja nicht nur Musik, sondern seit Jahren auch den „World Women‘s Day“ und setze mich für die Gleichberechtigung der Frau ein. Die Auszeichnung spornt mich an, weiterzumachen. Gemeinsam können wir etwas zum Besseren verändern!

Als Künstlerin sind Sie vom Lockdown besonders betroffen.
2020 wäre beruflich ein großartiges Jahr für mich gewesen, mit großen Auftritten und einer internationalen Tour. Das ist alles nach hinten gerutscht und die Einnahmen sind komplett eingebrochen. Seit dem Sommer geht es ein bisschen bergauf, weil sich Konzerte für nächstes Jahr anbahnen.

Hat die Krise Ihre Kreativität gebremst oder werden Sie uns demnächst mit Neuem überraschen?
Im Herbst habe ich begonnen, Songs zu schreiben, habe wieder komponiert, habe mich ein bisschen erfangen. Es wird im Frühjahr definitiv etwas Neues von mir kommen und vorausgesetzt Corona lässt es zu, wird im Herbst 2021 mein neues Album erscheinen.

Können Sie an der aktuellen Situation auch etwas Positives erkennen?
Natürlich, ich bin ein Mensch der positiven Dinge. Was ich daraus gelernt habe, ist, die Prioritäten neu zu setzen. Für mich war die Karriere immer an erster Stelle und ich habe nicht darauf geachtet, wie es mir wirklich geht – psychisch und körperlich. Diese Krise hat uns gezeigt, dass man mit wenig eigentlich gut überleben kann. Wir müssen nicht immer weiter und weiter – diese Krise hat allen gesagt: Stopp! Beruhigt euch alle mal!

Welche Liedzeile beschreibt Ihre Situation?
Ein Song von mir aus dem Jahr 2014, „Soldier“ – „I don’t want to be a soldier anymore“, also „Ich will kein Krieger mehr sein“. Man will nicht mehr kämpfen müssen, etwa gegen das Virus, man will Normalität.

Und welchen Titel würden Sie Ihrem Leben geben?
Egal, was kommt – MACH EINFACH WEITER! Es ist nicht eine Frage, ob du dein Ziel erreichst, sondern nur die Frage, wann du es erreichst.

Wie sehen sie die Zukunft?
Wir leben in einer extrem sensiblen Zeit. Es spalten sich zwei Parteien in unserer Welt: die Corona-Leugner und jene, die Corona als Gefahr erkennen, die Impf-Gegner und die Impf-Befürworter, der Rassismus in Amerika, das Attentat in Wien ... Für die Zukunft hoffe ich, dass es neuen Zusammenhalt gibt. Dass wir gemeinsam eine bessere Welt erschaffen – ob Klimawandel oder Kriege –, damit es uns allen besser geht.